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	<title>Andreas Venzke</title>
	<link>https://andreas-venzke.de/</link>
	<description>Willkommen auf meiner Website!
Hier bitte nichts Spektakul&#228;res erwarten! Ich bin Schriftsteller ...
Aber ich kann hier ein bisschen mehr bieten als nur die Buchstaben auf dem Papier. Gem&#228;lde von J&#246;rg Herz Um mich geht es, um
ANDREAS VENZKE.
Entsprechend der Wikipedia sind die wichtigsten Daten zu mir:
Andreas Venzke, geboren 1961 in Berlin, legte 1979 sein Abitur ab und schrieb sich anschlie&#223;end an der FU Berlin ein. Er studierte Germanistik, Publizistik und Kunstgeschichte. Nach dem Studium arbeitete er zun&#228;chst f&#252;r das Geschichtsmagazin Damals, f&#252;r dpa und f&#252;r die Spielzeit des SDR, au&#223;erdem f&#252;r verschiedene Tageszeitungen. Nebenher &#252;bersetzte er B&#252;cher wie das Bordbuch des Kolumbus. Seit 1988 lebt Andreas Venzke, der inzwischen verheiratet und Vater von drei Kindern ist, als Schriftsteller in Freiburg im Breisgau.
Und was den Schriftsteller angeht: Es liegt etwas Neues vor, seltsam passend zur Zeit, wie jemand Bestimmter sagen w&#252;rde: Etwas ganz Gro&#223;es!</description>
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		<title>Andreas Venzke</title>
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		<title>Gasparan</title>
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		<dc:creator>Andreas Venzke</dc:creator>



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&lt;p&gt;Benziger-Verlag, Z&#252;rich 1996 &lt;br class='autobr' /&gt;
Eine Wahnsinnsgeschichte, auf die ich da als junger Mann gesto&#223;en war. Das Schicksal dieses Gasparan hat mich bis heute begleitet ... &lt;br class='autobr' /&gt;
Besprechungen &lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Andreas Venzke, 35, angesehener Kolumbus- und Gutenberg-Biograph und mithin Experte f&#252;r Seefahrt und Schwarze Kunst, grub, wo sonst, auf einem Speicher so ein Geheimnis aus: das Tagebuch eines Deutschen, der hundert Jahre nach Kolumbus nach Amerika segelte. Er war an Bord der &#034;Defiance&#034;, mit der Englands (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://andreas-venzke.de/bucher/bucher-fur-erwachsene/" rel="directory"&gt;B&#252;cher f&#252;r Erwachsene&lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src='https://andreas-venzke.de/sites/venzke/local/cache-vignettes/L103xH150/arton45-146f6.jpg?1678947063' class='spip_logo spip_logo_right' width='103' height='150' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Benziger-Verlag, Z&#252;rich 1996&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Wahnsinnsgeschichte, auf die ich da als junger Mann gesto&#223;en war. Das Schicksal dieses Gasparan hat mich bis heute begleitet ...&lt;/p&gt;
&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Besprechungen&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzke, 35, angesehener Kolumbus- und Gutenberg-Biograph und mithin Experte f&#252;r Seefahrt und Schwarze Kunst, grub, wo sonst, auf einem Speicher so ein Geheimnis aus: das Tagebuch eines Deutschen, der hundert Jahre nach Kolumbus nach Amerika segelte. Er war an Bord der &#034;Defiance&#034;, mit der Englands See-Held Sir Francis Drake zur letzten Piratentour nach Panama pirschte, gierig nach spanischen Gold-Galeonen. Heinrich Hasebeck hei&#223;t der Deutsche, ein gl&#228;ubiger, belesener Simplizius aus L&#252;beck, und unter seiner Feder wird der Heroe Drake zum drachenhaften Hasardeur, das Leben an Bord zur H&#246;lle und die christliche Seefahrt zur Teufelei. Vom Gelbfieber gef&#228;llt, sinkt Drake schlie&#223;lich (1596) in einem Bleisarg auf den Meeresgrund; Heinrichs packender Grauens-Report, eine Geschichte von unten, &#252;berlebte - [...]&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Fritz Rumler&lt;br class='autobr' /&gt;
Spiegel-Extra, 4/1996&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;[...] schon ist der Leser am Ende des 16. Jahrhunderts angelangt, als Francis Drake, der englische Pirat im Auftrag der Krone, in die Karibik auf Kaperfahrt f&#228;hrt. Mit dabei sind der Tagebuchschreiber, die L&#252;becker Heinrich Hasebeck, der an Bord gepre&#223;t wurde, und ein weiterer deutscher Seemann namens Gasparan. Hasebeck, der stumm ist, nutzt das Tagebuch f&#252;r seine pers&#246;nlichen Zweigespr&#228;che, f&#252;r die Schilderung der Fahrten, der Menschen an Bord, der K&#228;mpfe, der Lebensumst&#228;nde, usw. Mit diesem doppelten Kunstgriff erz&#228;hlt Andreas Venzke gleich mehrere Geschichten auf einmal.&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Westf&#228;lische Nachrichten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Ein von verbl&#252;ffenden seem&#228;nnischen Details durchtr&#228;nktes, figurenreiches, spannendes Buch, in dem die Mitschrift eines kleinen Matrosen einen M&#228;chtigen der Geschichte frappierend entlarvt.&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Rainer Wochele&lt;br class='autobr' /&gt;
Stuttgarter Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Sehr spannend,lehrreich,ern&#252;chternd.&lt;br class='autobr' /&gt;
Vorliegendes Buch, spannend geschrieben, f&#252;hrt uns auf eine eher ungew&#246;hnliche Weise, an der Seite eines ungew&#246;hnlichen &#034;Helden&#034;, in eine Zeit, in der Bl&#246;dheit, Arroganz, Selbst&#252;bersch&#228;tzung und viehische Grausamkeit nur zu gew&#246;hnlich waren. Irgendwie modern, nicht wahr? Das Best&#252;rzende daran ist, dass das absolut Negative in diesem Buch Sir Francis Drake ist, ein Held und Vorbild f&#252;r viele Generationen, meiner einschliesslich. Es ist nicht leicht als Fan von C.S.Forrester mitanzusehen, wie ein Idol vom Podest geschmissen und auf sein menschlisches Mass gestutzt wird. Er ist arg klein geworden. Das, was im Gegenzug Bewunderung, aber auch Unverst&#228;ndnis aus heutiger Sicht hervorruft, ist die fast unbegrenzte Leidensf&#228;higkeit der Menschen in einer Zeit, die schon &#252;ber die dumpfe Kritiklosigkeit des Mittelalters hinaus ist. Erleichtert legt man das Buch zur Seite, mit dem guten Gef&#252;hl, dass heute in modernen Zeiten kein Mensch mehr zum Massenidol und Verf&#252;hrer werden kann. Wer lacht da so h&#228;misch?&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Kommentar in &#034;Amazon&#034; von klingenb&lt;span class='mcrypt'&gt; &lt;/span&gt;cu.lu aus Luxemburg&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Leseprobe&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Anfang:&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hier die erste Seite des Original-Manuskripts:&lt;/p&gt;
&lt;div class='spip_document_76 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_left spip_document_left spip_document_avec_legende' data-legende-len=&#034;39&#034; data-legende-lenx=&#034;x&#034;
&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://andreas-venzke.de/sites/venzke/local/cache-vignettes/L371xH529/miller2-78ecb.jpg?1678910219' width='371' height='529' alt='' /&gt;
&lt;figcaption class='spip_doc_legende'&gt; &lt;div class='spip_doc_titre crayon document-titre-76 '&gt;&lt;strong&gt;Gasparan: Originalmanuskript 1. Seite
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt; &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Freitag, den 29. August [8. September] 1595&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gro&#223;artig, wenn man frei sprechen kann! Sie haben mir nicht viel gelassen, die Schlepper, als sie mich am letzten Sonntag, an einem Sonntag ausgerechnet, mit sich zerrten. Pilgrim's Rest hie&#223; das Gasthaus, wo sie mich ergriffen hatten. Aber was tut das jetzt noch zur Sache? Aus meinem Beutel haben sie sich genommen, was sie f&#252;r wertvoll hielten, die paar M&#252;nzen, die ich bei mir hatte, meine Sonnenuhr, nur handtellergro&#223;, die f&#252;r die Zeitmessung an verschiedenen Orten Europas ausgelegt war, oder auch meinen im Stalhof ausgestellten Ausweis. Was sie mir gelassen haben, sind andere Dinge, n&#228;mlich das B&#252;chlein, das ich gerade bei mir hatte - die englische Ausgabe des Psalters -, auch mein Schreibrohr, mein gef&#252;lltes Tintenf&#228;&#223;lein und vor allem dieses Heft leerer Seiten, in das ich jetzt schreibe. Nie w&#252;rden diese Menschenr&#228;uber einen Fu&#223; in die L&#228;den der Stationers entlang Pater-Noster-Row oder St. Paul's Church-Yard setzen, der auf Papier spezialisierten, besseren Kr&#228;mer. H&#228;tten sie gewu&#223;t, da&#223; dieses Heft aus italienischem Papier weit gr&#246;&#223;eren Wert hat als die paar Pennies, die sie mir gestohlen haben - sie h&#228;tten es mir genommen, wie sie mir sogar den Ring meines Vaters abzogen. So werden eben die Unwissenden f&#252;r ihre Unwissenheit bestraft.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wie entlastend es ist, da&#223; ich mich hier ausbreiten kann! Unter Deck wurden wir gehalten wie Schweine im Koben. Speisen und Getr&#228;nke, das hei&#223;t, Brot und Wasser, seilte man zu uns hinab. Anderes durften wir solange bei uns behalten, bis an Deck endlich jemand dazu befohlen wurde, den entsprechenden Eimer hochzuziehen. In dieser Zeit der Tr&#252;bsal habe ich mir einen Plan zurechtgelegt. Mag sein, da&#223; er nur als Rettungsanker dient. Trotzdem verspricht er Sicherheit. Auf dieser Fahrt, wohin sie auch f&#252;hren wird, will ich Zwiesprache mit diesem Heft halten. Ich will mich nicht weiter fragen, wozu es n&#252;tze. Immerhin kann es nicht sinnlos sein, die Gedanken festzuhalten.&lt;br class='autobr' /&gt;
Am Mittwoch morgen pre&#223;ten sie mich aufs Schiff. - Es sieht so aus, als m&#252;&#223;te ich f&#252;r heute schon wieder abbrechen. Ein gewisser Bodenham hat begonnen, alle aufzuscheuchen, die unt&#228;tig an Bord herumstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Samstag, den 30. August [9. September] 1595&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem sich die Ausfahrt in Plymouth wegen widrigen Wetters lange - leider um Tage - verz&#246;gert hatte, greift der Wind nun in die Segel. Wir machen gute Fahrt, und kaum sind Arbeiten zu tun.&lt;br class='autobr' /&gt;
Seit der Ausfahrt k&#246;nnen wir uns frei bewegen, das hei&#223;t, in den Grenzen, wie sie den einfachen Seeleuten gesteckt sind. Zwar l&#228;&#223;t sich auf See f&#252;r die Herrschaften nicht vermeiden, noch jeden Tag auf das geringe Volk zu sto&#223;en, doch wird auch ein solcher Raum aufgeteilt. Eustace Abbot hei&#223;t der Seemann, der in unserem Verlies wie nebenbei sagte, nachdem einer unter uns angek&#252;ndigt hatte, den Gentlemen an den Kragen zu gehen: &#034;Es bekommt dir besser, an deinem als am Hinterteil eines Schiffes zu r&#252;hren. Deines wird immer tief-, ihres immer hochgelegen sein! Das Beste ist, sich sauber zu halten.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
So &#246;ffneten sich gestern die Luken unseres Gef&#228;ngnisses, und so sind wir nun frei, oder unser Gef&#228;ngnis hat sich vergr&#246;&#223;ert. Immerhin brauchen wir keine Gitter mehr. Und will man sich auf dem endlosen Wasser weiterhin eingesperrt f&#252;hlen, k&#246;nnte vielleicht die Vorstellung beruhigen, da&#223; unsere W&#228;rter mit einsitzen. Jedenfalls unterscheiden wir uns jetzt nicht mehr von den M&#228;nnern, die auf diese Fahrt nicht k&#246;rperlich gezwungen wurden. W&#228;hrend die Herrschaften ihren Ruhm haben, die Soldaten ihren Einsatzbefehl, haben die einfachen Seeleute nur ihren st&#228;ndigen Hunger, der sie an Bord der Schiffe treibt. Aber selbst der Hunger reicht nicht aus, eine Flotte so gro&#223; wie diese zu bemannen. Siebenundzwanzig Schiffe habe ich gez&#228;hlt. Also treibt einige der Matrosen besonders der Durst an Bord, besser, die Folgen des Durstes. Ausgen&#252;chtert finden sie sich schlie&#223;lich auf einem Schiff wieder. Auf der Suche nach denen, die dem unl&#246;schbaren Bierdurst nachgegeben haben, erhalten die Schlepper am leichtesten ihren Lohn. Bringt aber selbst der Durst nicht genug M&#228;nner zur See, sind die Schlepper am h&#228;rtesten gefordert. Auch auf diesem Schiff befinden sich einige Seeleute - so sie &#252;berhaupt Seeleute sind -, die nur die blanke Gewalt f&#252;hrte. Wie sonst h&#228;tte es mich zu einem solchen Abenteuer treiben k&#246;nnen? Einerlei wohin die Reise geht - sie wird geleitet von John Hawkins und Francis Drake, den wichtigsten Piraten Englands, und diese beiden werden keine Handelsfahrt ins Mittelmeer unternehmen. Trotzdem wird unter den meisten der an Bord Gepre&#223;ten schnell vergessen sein, wie und warum sie auf dieses Schiff gekommen sind, zumal wir Francis Drake h&#246;chstselbst begleiten d&#252;rfen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Auf den anspornenden Namen Defiance ist unser Schiff getauft, was soviel hei&#223;t wie Trotz oder Trotzen. In unserer Zelle reimte ich darauf - im stillen und trotz, ja trotz meiner Abneigung gegen unfl&#228;tige Ausdr&#252;cke - in wechselnden Variationen den ordin&#228;ren Begriff dessen, was jede Landratte mit der See, der unruhigen, verbindet.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wie Reptilien zum Sonnenlicht kamen wir an Deck gekrochen, und sofort wurden wir in Empfang genommen von jenem Jonas Bodenham, einem pockennarbigen Finsterling im Rang eines Kapit&#228;ns. Von Bier beruhigt und in Reih und Glied angetreten, wurden wir von ihm einer nach dem anderen aufgerufen und &#252;ber unsere Pflichten belehrt. Einer Wache bin ich dabei nicht zugeteilt worden, noch nicht. Es mu&#223; ein erb&#228;rmlicher Anblick gewesen sein, wie wir dort zusammengedr&#228;ngt standen gleich zu verkaufendem Vieh. Wir m&#252;ssen als das Sinnbild derjenigen erschienen sein, die im Leben nichts mehr verlieren k&#246;nnen, weil sie schon alles verloren haben, und die auch nicht mehr gewinnen k&#246;nnen, h&#246;chstens ein wenig wie jener Eustace Abbot.&lt;br class='autobr' /&gt;
Als wir nach unseren F&#228;higkeiten befragt wurden, spulte Abbot beil&#228;ufig ab, sich unaufh&#246;rlich seinen grauen Lockenschopf kratzend, wo er bereits &#252;berall eingesetzt war, welche K&#252;nste er dabei wie gut erlernt hat. Als Bild entstand ein Mensch, der bisher entweder herren- und ruhelos umhergestreift ist oder sich vor nichts hat beugen wollen, je nach Sichtweise. Vielleicht entspricht es diesem Abbot nur, da&#223; auch er diese Fahrt als Folge seines Durstes antreten mu&#223;. Bei diesem wenig kr&#228;ftigen Mann m&#252;ssen die Schlepper ihre Pr&#228;mie leicht verdient haben. In unserem Verlies hatte Abbot gesagt, er k&#246;nne sich beim besten Willen nicht erinnern - wolle es auch nicht -, wie, wo und wann sie ihn ergriffen h&#228;tten. Jedenfalls mu&#223; er schon oft zur See gefahren sein, da er vor Bodenham mit den Ausdr&#252;cken der Seefahrt geradezu um sich warf. Bodenham teilte ihn als einen der wenigen der Stammannschaft zu, denjenigen Seeleuten, die Vorg&#228;nge wie das Auftakeln, Brassen oder Fieren verstehen. Entsprechend wird Abbot mehr Heuer bekommen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Bei dieser Befragung konnte ich immerhin meine F&#228;higkeiten als Schreiber herausstellen. Nur war Bodenham das nicht zu sch&#228;tzen bereit, im Gegenteil. Weil ich ihm bedeutet hatte, nicht freiwillig an Bord gekommen zu sein, mu&#223;te ich eine Standpauke &#252;ber mich ergehen lassen. Ein anderer der Gentlemen, ein Herr gro&#223; wie eine hochgeschossene Tanne und gekleidet in einen schwarzen Mantel, schien mich allerdings mit einem gewissen Respekt zu betrachten.&lt;br class='autobr' /&gt;
Von der Leine gelassen, sahen wir uns dann an Bord um. Zugleich dr&#252;ckten sich aber die meisten vor den Blicken der anderen. Wir richteten uns ein. Viel geh&#246;rte indes nicht dazu, au&#223;er da&#223; die pers&#246;nlichen Habseligkeiten begutachtet und irgendwo verstaut wurden - und man einen Schlafplatz im Unterdeck suchte. Seit neustem werden auf den englischen Schiffen sogenannte brasilianische Betten zur Verf&#252;gung gestellt, eine Art Netze oder H&#228;ngematten. Man befestigt sie an Haken und liegt dann schwebend darin &#252;ber dem Boden und schl&#228;ft wie ein Hund, wenn er sich zusammenrollt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Ich selbst war auf der Suche nach einem ruhigen Ort. Schlie&#223;lich mischte ich mich an Deck unter die Seeleute, die an der Bordwand lehnten. Einige wollten am Horizont den letzten Fetzen Land krampfhaft im Auge behalten, um ihren Blick noch an irgendetwas Unbeweglichem festzumachen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Unausweichlich greift am Anfang die Seekrankheit um sich, und selbst erfahrene Matrosen k&#246;nnen sich ihr manchmal nicht entwinden. Wenigstens haben wir bisher ruhiges Wetter. Ich gestehe, da&#223; ich gestern, als Bodenham sp&#228;ter alle zu irgendeiner Arbeit antrieb, zu einigen der Leidenden schlich. So wurde ich selbst f&#252;r einen solchen genommen. Auch heute gebe ich mir alle M&#252;he, m&#246;glichst mit fahlem Gesichtsausdruck &#252;ber Deck zu trotten. &#220;ber die Seekranken macht man sich zwar lustig, l&#228;&#223;t sie aber unbehelligt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Der Schiffsarzt mit Namen James Wood verabreicht den Kranken einen Mus aus Ingwer. Ich tat vorhin mein bestes, diese Arznei mit verzerrter Mimik zu schlucken. Wood schilderte dabei jedem die Vorz&#252;ge dieser Pflanze. &#034;Der Ingwer, den ich mitf&#252;hre, ist besonders wertvoll&#034;, erkl&#228;rte der Arzt, der seiner Statur nach eher dem Fleischerhandwerk zuzugeh&#246;ren scheint. &#034;Mir ist in die Hand zugesagt worden, da&#223; er im Licht des Vollmonds ausgegraben wurde. Das ist n&#228;mlich die Zeit, wenn sich die Wurzel mit den Strahlen dieses Planeten bis zum &#196;u&#223;ersten vollgesogen hat.&#034; &#220;berhaupt soll der Ingwer die menschlichen Lebensgeister wecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sonntag, den 31. August [10. September] 1595&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es hat seinen Reiz zu wissen, da&#223; die Erde unter einem hindurchtreibt. Stark f&#252;hlt man sich, wenn, so wie jetzt, der Wind zur Arbeit f&#252;r den Menschen gezwungen wird. Da k&#246;nnte man beinahe meinen, die zwei Tage, die ich eingesperrt war, w&#228;ren dazu bestimmt gewesen, diese Gef&#252;hle noch zu verst&#228;rken. Man f&#252;hlt sich ja sogar im Kuhstall wie in der Wohnstube, wenn man im Winter aus der K&#228;lte kommt. Und wie bei&#223;end erst empfanden wir zum Schlu&#223; die K&#228;lte in unserem Verlies.&lt;br class='autobr' /&gt;
Es mu&#223; eindrucksvoll anzuschauen gewesen sein, wie die Flotte am letzten Donnerstag von Plymouth ausfuhr. So br&#252;llten die M&#228;nner, heulten die Frauen und Kinder, donnerten die Kanonen, da&#223; selbst wir Eingekerkerten nicht stumm bleiben konnten. Reden wurden gehalten, von denen wir zwar kein Wort verstanden, aber die Hurras der Menge h&#246;rten, Trompeten schmetterten Abschiedsfanfaren, Trommeln dr&#246;hnten, und unter uns fingen einige wild zu kreischen an. Als dann Bewegung in die Schiffe kam, sich die Menschen am Kai und auf Deck noch letzte Botschaften anzeigten oder jedenfalls zuriefen, lauteten die Rufe um mich herum auf die schlimmsten Fl&#252;che, die sich ausdenken lassen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Einige unter uns waren immerhin schon Tage eingesperrt, in einem verdreckten Raum, in den Licht nur durch die Lukengitter drang. Nichts war dort zu tun au&#223;er auszuharren auf den vermaledeiten Tag der Abfahrt, den man sich leider herbeiw&#252;nschen mu&#223;te. W&#228;hrend sich tags&#252;ber das Verlie&#223; aufheizte, hatte man uns f&#252;r die Nacht nicht einmal mit Decken versorgt. Vor allem gab es keinen Schutz vor den Ausd&#252;nstungen, vor den Ausspr&#252;chen und nicht f&#252;r alle Schutz vor den gef&#252;hlsm&#228;&#223;igen Ausbr&#252;chen der M&#228;nner. Einige, die man wie nachtsteife Maik&#228;fer aufgelesen hatte, waren in ihrem Rausch halb bewu&#223;tlos in das Verlie&#223; hinabgeseilt worden. Andere hatten sich so gegen die Schlepper gewehrt, da&#223; sie noch um sich schlugen, als sich &#252;ber ihnen schon wieder die Lukengitter geschlossen hatten. Im nachhinein kann ich froh sein, dort nur eine Nacht verbracht zu haben. Jedoch hatte ich Gl&#252;ck in einem solch gemeinen Ungl&#252;ck, da&#223; ich mein Schicksal nicht noch schriftlich ausbreiten will: von London bis nach Plymouth verschleppt und auf ein Schiff gesteckt worden zu sein, das mit seiner Flotte schon seit Tagen h&#228;tte auslaufen sollen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Jedenfalls hielt ich mich an einen gewissen John Fuller, einen Katholiken. Dieser kr&#228;ftige Mann blieb in dem dunklen Loch zwar zu jedem auf Distanz, jedoch hockte er meist neben mir. Fuller hatten sie aus Penzance verschleppt, als sich dort dieser Segelmacher, wie er etliche Male erz&#228;hlte, eben als Tuchh&#228;ndler etablieren wollte. Den Kaufvertrag &#252;ber den Laden hatten sie gr&#252;ndlich mit ihm gefeiert. Nur vertr&#228;gt Fuller keinen Alkohol. So fand er sich am n&#228;chsten Morgen nicht in seinem Tuchladen wieder, sondern in einer bewachten Kutsche. Ich mu&#223; nicht ausf&#252;hren, welchen Ha&#223; Fuller in sich tr&#228;gt. Da&#223; er neben mir sa&#223; und seine breiten H&#228;nde rang, meist schweigend, so wie ich, der ich immer schwieg - das verschaffte mir jedenfalls Sicherheit. &#034;Der Kerl kriegt auch seinen Teil!&#034; murmelte Fuller mit drohendem Unterton, als Brot in einem Korb zu uns herabgelassen wurde, oder &#034;La&#223;t den Kerl in Ruhe!&#034;, als mir dann jemand mein St&#252;ck Brot wegnehmen wollte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nun kann man sich immerhin aussuchen, mit wem man sich an Bord abgibt und wohin man sich zur&#252;ckzieht. Nur in der Nacht m&#252;ssen wir wie die Kaninchen in den Bau kriechen, in das stickige Batteriedeck und hinein in diese H&#228;ngematten. Aber auch dort ist es so wenig warm, wie die Decken warm sind, die man uns inzwischen gegeben hat. Alle, die au&#223;er ihrem Hemd kaum ein zweites Kleidungsst&#252;ck bei sich haben (mir selbst sind in meinem Beutel einige, gute Kleidungsst&#252;cke geblieben), sehnen die Tage herbei, wenn die n&#246;rdlichen Breiten hinter uns liegen. Dann endlich k&#246;nnen wir uns auch in der Nacht auf Deck ausbreiten. Sowieso habe ich geh&#246;rt, da&#223; wir &#252;ber den Atlantik setzen werden. Trotzdem lautet weiterhin die wichtigste Frage, was eigentlich das Ziel dieser Fahrt sei.&lt;br class='autobr' /&gt;
[...]&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Nachwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Finanziell minderbemittelt zu studieren - was kommt dabei heraus? Nun ja, w&#228;hrend des Studiums hat man heutzutage immerhin die Wahl, viel - wie es hei&#223;t - jobben zu gehen oder wenig. W&#228;hlt man die erste M&#246;glichkeit, wird man sein Studium entsprechend langsam abschlie&#223;en und hoffentlich als Ausgleich eine gute Endnote einhandeln. F&#252;r die zweite M&#246;glichkeit, f&#252;r die ich mich entschied, gilt in jeder Hinsicht das Umgekehrte. Nat&#252;rlich schlie&#223;en einige wenige auch dabei ihr Studium gut ab. Nur z&#228;hle ich da zu den vielen, vielleicht nicht nur da.&lt;br class='autobr' /&gt;
W&#228;hrend einer meiner Jobber-Eins&#228;tze hatte ich jedenfalls in Berlin die Aufgabe, den Dachspeicher einer alten Tabaksfabrik - Miller-Tobacco - auszur&#228;umen. Auf dem Weg zu mehr &#034;Effizienz&#034; und &#034;Rentabilit&#228;t&#034; - oder wie immer heute umschrieben wird, ob sich etwas &#034;rechnet&#034; oder nicht - hatte die Tabaksfabrik dichtmachen m&#252;ssen. Ihre Besitzer hatten das Traditionsunternehmen verkauft. Nun stand die Umwandlung des Backsteinbaus in ein modernes Wohnhaus an, das hei&#223;t, da&#223; darin Wohnungen eingerichtet wurden, deren Modernit&#228;t nur die bezahlen k&#246;nnen, f&#252;r die sich sowieso immer alles rechnet. Ich war dabei der, der den Speicher zu r&#228;umen hatte f&#252;r einen zuk&#252;nftigen &#034;Loft&#034;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Unter allen Jobs, die mir das Studium so schnell abschlie&#223;en halfen, z&#228;hlte jener als Speicherausr&#228;umer noch zu den angenehmsten. Besser als Schokolade in Weihnachtspyramiden zu stapeln oder Coca-Cola-Automaten nachzuf&#252;llen. Zum Gl&#252;ck war die zust&#228;ndige Reinigungsfirma so sehr &#034;umsatzorientiert&#034;, da&#223; auch die &#034;Supervisoren&#034; keine Zeit fanden, ihre auf verschiedenen &#034;Objekten&#034; eingesetzten Jobber wirklich zu kontrollieren. So hatte ich genug Ruhe, den Speicher derart effizient auszur&#228;umen, da&#223; ich alle dort noch gelagerten Gegenst&#228;nde eingehend untersuchen konnte. Die kostbaren St&#252;cke hatte man allerdings l&#228;ngst zur Seite geschafft. Trotzdem konnte ich in den Schr&#228;nken und vielen Kisten, unter fingerdickem Staub und zwischen Taubendreck und Spinnweben noch ein paar Dinge aufklauben, die sich jedenfalls f&#252;r andere nicht mehr rechneten. Einige davon tragen heute noch dazu bei, meine Wohnung vollzustellen. Und ein bestimmtes dieser Dinge ist dann zu dem geworden, was jetzt h&#252;bsch gedruckt und gebunden vorliegt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nachdem ich bereits Unmengen an br&#252;chigen Tabakskisten, an Metallringen und Dauben alter Tabaksf&#228;sser fortgeschafft hatte, stie&#223; ich in einer dunklen Ecke auf einen wurmstichigen Schrank. Seine sch&#246;n gedrechselte Dekoration war zum gr&#246;&#223;ten Teil herausgebrochen oder auf irgend eine Weise weggerissen. Trotzdem war der Schrank abgeschlossen, und im Schlo&#223; fehlte der Schl&#252;ssel. Voller Eifer schnappte ich mir das Brecheisen, das man mir zusammen mit anderem Werkzeug gegeben hatte. Wie ein Goldsucher kam ich mir vor, als ich die T&#252;r aufbrach. Aber was ich in dem Schrank fand, waren nichts als Lagen von abgehefteten B&#252;rounterlagen, Gebrauchsanweisungen &#252;ber Takaksmaschinen und Werbebrosch&#252;ren, alles verklebt, vergilbt oder verrottet. So alt waren die Schriften, da&#223; manche noch in Fraktur gesetzt waren. Wenn ich auch heute vielleicht anders dar&#252;ber denken w&#252;rde - damals kamen mir diese Papiere v&#246;llig nutzlos vor. Au&#223;erdem war ich einfach &#228;rgerlich, nachdem ich mich so in meine Neugier hineingesteigert hatte. Also weg mit dem ganzen Plunder, dachte ich. Ich zerrte den Schrank an die Dachluke und fing an, seinen Inhalt in das Maul einer dieser Plastikrutschen zu stopfen, die heute bei jeder Bausanierung verwendet werden.&lt;br class='autobr' /&gt;
Als dann der Schrank bereits um einiges Gewicht erleichtert war und ich schon &#252;berlegte, wie ich ihn am besten auseinanderbrechen w&#252;rde - da hielt ich eine Mappe in den H&#228;nden, die mit Schnur und einem Wachssiegel verschlossen war. Nur dieses Wachssiegel erregte im Grunde meine Aufmerksamkeit. W&#228;re dieser altmodische Verschlu&#223; nicht gewesen, so l&#228;ge der Bericht des Heinrich Hasebeck heute mit Sicherheit auf irgendeiner M&#252;llkippe. Nachl&#228;ssig rie&#223; ich das Siegel entzwei (und f&#252;tterte damit leider die uners&#228;ttliche Rutsche). Zu meiner &#220;berraschung enthielt die Mappe eine Menge handgeschriebener B&#246;gen, und es handelte sich einmal nicht um technische, &#034;verkaufstechnische&#034; oder dergleichen Texte als vielmehr um irgendwelche privaten Aufzeichnungen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wirklich lesen konnte ich das Geschriebene allerdings nicht. Ich hatte es mit einer alten &#034;deutschen Schrift&#034; zu tun. Nur die einzelnen Kapitel&#252;berschriften konnte ich m&#252;helos verstehen. Sie lauteten nur auf die jeweiligen Datumsangaben. Wenigstens war mir bewu&#223;t, da&#223; ich es mit einer Art Unikum zu tun hatte. So legte ich die Mappe beiseite und nahm sie am Ende meines Arbeitstages - zusammen mit anderen Dingen - mit nach Hause.&lt;br class='autobr' /&gt;
Immerhin war damit die Mappe zun&#228;chst gerettet. Hin und wieder zeigte ich sie in der folgenden Zeit Freunden von mir, rein um der Kuriosit&#228;t willen. Vor allem lie&#223; sich das Papier prima bef&#252;hlen, das, wie ich sp&#228;ter lernte, hochwertiges B&#252;ttenpapier ist. Einmal machte jemand den Vorschlag, den Text irgendwie untersuchen zu lassen. Mir aber war das irgendwie zu viel Aufwand.&lt;br class='autobr' /&gt;
Erst Jahre sp&#228;ter, als ich gelernt hatte, Worte halbwegs geordnet hintereinanderzusetzen, wurde mir die Bedeutung der Mappe klar. Weil ich eine umfangreiche Biographie &#252;ber Johannes Gutenberg verfa&#223;te, mu&#223;te ich viel in alten Dokumenten bl&#228;ttern. Notwendig hatte ich mich mit den fr&#252;heren Formen einer &#034;deutschen Schrift&#034; abzuplagen.&lt;br class='autobr' /&gt;
So zog ich eines Tages endlich meinen Dachspeicherfund wieder hervor. Ich wei&#223; noch, wie ich dieses Mal die Mappe anders zur Hand nahm, mit Vorsicht, mit einer gewissen Bewegtheit. Immerhin wu&#223;te ich &#034;Historisches&#034; bis dahin zu sch&#228;tzen. Ich sah mir zun&#228;chst die Schrift genauer an. Nur wenig Rand ist auf dem noch immer schneewei&#223;en Papier gelassen worden. So schwungvoll sind die Buchstaben geschrieben, da&#223; sich die Ober- und Unterl&#228;ngen gerade nicht ber&#252;hren. Sieht aus wie ein ornamentales Gewebe, dachte ich. Dann begann ich zu lesen: &#034;Gro&#223;artig, wenn man frei sprechen kann! Sie haben mir nicht viel gelassen, die Schlepper, als sie mich am letzten Sonntag, an einem Sonntag ausgerechnet, mit sich zerrten [...]&#034; usw. Bald brauchte ich wenigstens nicht mehr Stunden, um zwei oder drei Seiten zu entziffern. Ich erkannte, da hatte jemand offensichtlich im zwanzigsten Jahrhundert das Tagebuch jenes Heinrich Hasebeck bearbeitet, der am Ende des siebzehnten Jahrhunderts gelebt hatte. Und dieser Jemand kann nur der Fabrikbesitzer Peter Miller gewesen sein. Denn auf dem letzten Blatt des Manuskripts findet sich, wie versch&#228;mt in die untere rechte Ecke geschrieben, das K&#252;rzel &#034;P. M.&#034;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Fast zwei Wochen lang war ich telefonisch nicht zu erreichen, und nach der Lekt&#252;re f&#252;hlte ich mich geradezu verpflichtet, das von Peter Miller bearbeitete &#034;Buch&#034; des Heinrich Hasebeck in einem Verlag erscheinen zu lassen. Leider dauerte es noch eine qualvoll lange Zeit, ehe sich dann der Benziger-Verlag bereit erkl&#228;rte, (Millers Bearbeitung von) Hasebecks Tagebuch zu ver&#246;ffentlichen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Zur Person des Peter Miller kann ich kaum etwas mitteilen. Nahezu sein ganzes Leben &#252;ber mu&#223; er jene Tabaksfabrik geleitet haben. Vielleicht habe ich meine Nachforschungen nicht mit der n&#246;tigen Intensit&#228;t betrieben. Aber es verbl&#252;fft doch, da&#223; sich seine Lebensdaten von selbst nicht offenbaren. Fast habe ich den Eindruck, als w&#228;ren alle Spuren seines Lebens verwischt worden. Immerhin erinnerte ich mich an den Namen einer Sekret&#228;rin von Miller-Tobacco. Gn&#228;digerweise durfte sie damals noch, als ich den Dachspeicher auszur&#228;umen hatte, bei der &#034;Abwicklung&#034; des Betriebes helfen. Diese liebe Frau konnte mir so weit helfen, als sie f&#252;r mich die Anschrift eines der fr&#252;heren Fabrikarbeiter ausfindig machte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Aber auch der alte Herr, den ich dann aufsuchte - der noch heute, wie er nicht ohne Stolz bemerkte, t&#228;glich einen Liter Milch trinke, wie das bei seiner Arbeit &#252;blich gewesen sei -, wu&#223;te merkw&#252;rdigerweise kaum etwas &#252;ber das Privatleben seines fr&#252;heren Chefs. Studiert habe Miller, in England, so viel er wisse, in den Jahren, als die Nazis noch nicht an der Macht waren. Er habe auch ganz das Bild dieser Engl&#228;nder abgegeben. Selten habe man ihn zu Gesicht bekommen, auch nicht die B&#252;roarbeiter, manchmal tagelang nicht. Dabei sei er nicht verheiratet gewesen. Mit einer zu seinem Leben gewordenen Atembewegung hielt der Alte seine Pfeife am Brennen. Immerhin war bezeichnend, wie er &#252;ber Miller sprach. Alle h&#228;tten ihm viel Respekt gezollt, obwohl er sich wie ein Kumpel verhalten habe. Ein gro&#223;es Herz habe er gehabt, und als Arbeiter sei man von ihm anst&#228;ndig behandelt worden. Aber bei allem Zugest&#228;ndnis in die Selbst&#228;ndigkeit des einzelnen Arbeiters - zu der man sogar angehalten worden sei - habe Miller immer auf Pflicht und Ordnung bestanden, das noch st&#228;rker in seiner letzten Zeit als Chef. Bis zum Schlu&#223; habe er alles daran gesetzt, die Firma erfolgreich weiterzuf&#252;hren. Er habe, sagte der Alte paffend, immer das Gef&#252;hl gehabt, Miller sei es darum gegangen, da&#223; jeder seiner Arbeiter gesichert im Leben stehe. W&#228;hrend der Jahre nach ihm sei das ja weiterhin gutgegangen. Aber heute sehe das wohl anders aus. Er sei jedenfalls froh, heute nicht mehr arbeiten zu m&#252;ssen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Viel mehr als diese Informationen konnte ich von dem alten Pfeifenraucher nicht gewinnen. Irgendwann zu Beginn der sechziger Jahre habe Miller die Leitung der Firma abgegeben. Nur hin und wieder habe man ihn noch zu Gesicht bekommen. Immer nachdenklich und irgendwie zerstreut habe er dann ausgesehen. Wann Peter Miller starb, konnte auch der Alte nicht sagen. Vielleicht habe er noch lange gelebt, sagte er abschlie&#223;end.&lt;br class='autobr' /&gt;
Und zur Person des Heinrich Hasebeck selbst - nun ja, ich gestehe, da&#223; ich mir nicht die M&#252;he gemacht habe, etwa in L&#252;beck Archive aufzusuchen. Ich hatte noch die Arbeit an meiner Gutenberg-Biographie vor Augen, und sowieso ist es mir schon als Student schwergefallen, mich mit einem Forschungsgegenstand eher methodisch psychoanalytisch, immanent, soziologisch zu besch&#228;ftigen als mit dem Gegenstand selbst.&lt;br class='autobr' /&gt;
Ohne weiteres kann ich aber feststellen, da&#223; Hasebecks Diktion ungew&#246;hnlich ist. Reiseberichte wurden zwar zu seiner Zeit in vielf&#228;ltigster Form ver&#246;ffentlicht. Ich denke da etwa an die zahlreichen Ausgaben der Reisebriefe Vespuccis, an Pigafettas Beschreibung der ersten Weltumsegelung unter Magellan, an Cortes' Niederschrift &#252;ber seine Eroberung Mexikos oder - stellvertretend f&#252;r die vielen Reiseberichte, die ideologisch die europ&#228;ische Kolonisation der ganzen Welt propagierten - an die gro&#223;e Berichtsammlung Richard Hakluyts &#252;ber die englischen Seeunternehmungen. In Europa gierte man geradezu nach Informationen &#252;ber neu entdeckte Erdteile, Menschen und fabelhafte Wesen. Obwohl oft distanziert, ironisch, kritisch, manchmal auch kritisch gegen&#252;ber der eigenen Zivilisation, sind aber alle Berichte der sogenannten Entdeckungsfahrten rein deskriptiv. Denn die meisten der ver&#246;ffentlichten Berichte jener Zeit waren &#034;offiziell&#034; verfa&#223;te Beschreibungen. Dabei war bestimmt nicht gefragt, &#034;analytisch&#034; die eigene Person in den Vordergrund zu r&#252;cken. Hingegen liest sich Hasebecks Tagebuch recht modern reflektierend. Es finden sich darin ja oft die eigenen Gedanken, &#220;berlegungen, Bef&#252;rchtungen ausgedr&#252;ckt. Das scheint nun eher darauf zu verweisen, da&#223; Peter Miller den ihm &#252;berlieferten Text nicht nur &#252;bersetzt und mit ein paar Fu&#223;noten versehen h&#228;tte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Andererseits hatte Hasebeck selbst sein Tagebuch offensichtlich nicht zu einer sp&#228;teren Ver&#246;ffentlichung bestimmt. Es war einfach sein wichtigster &#034;Kommunikationspartner&#034;, dem er alles anvertraute. Warum sollte also ein halbwegs aufgekl&#228;rter Mensch am Ende des sechzehnten Jahrhunderts nicht so gedacht und kommuniziert haben?&lt;br class='autobr' /&gt;
Nur schade, da&#223; ich Hasebecks originalen Bericht nicht vorweisen kann, da&#223; dieser anscheinend verloren ist. Vielleicht war ich sogar derjenige, der damals beim Speicherausr&#228;umen das Tagebuch in irgendeinem Beh&#228;ltnis, einem Kistchen oder M&#228;ppchen, durch jene Rutsche auf immer verschwinden lie&#223;. Es w&#228;re ja m&#246;glich, da&#223; Miller, wenn er schon seine &#252;berarbeitete, eigene Fassung in dem Speicher unter Verschlu&#223; hielt, auch das Original-Tagebuch dort aufbewahrt h&#228;tte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Zum weiteren Verlauf von Francis Drakes (und John Hawkins') Pl&#252;nderungsfahrt kann ich immerhin soviel beisteuern: Mit dem irrsinnigen Versprechen auf andere karibische Sch&#228;tze hatte Drake die Flotte von Nombre de Dios westw&#228;rts in eine Bucht mit dem bezeichnenden Namen Golfo de los Mosquitos gef&#252;hrt. Dort wartete man vergeblich auf ein Umschlagen des Windes, zw&#246;lf t&#246;dliche Tage lang. Zu Hunderten starben die M&#228;nner. Am Abend des 6. Februar 1596, des 27. Januar alter Zeit, begann dort auch Drake zu delirieren. Mit schlimmsten Fl&#252;chen, gerichtet gegen vermeintliche Verr&#228;ter, mu&#223; er w&#228;hrend der Nacht getobt haben. Nachdem er sich von William Whitelocke noch seine Uniform hatte anlegen lassen, legte er sich am Morgen ersch&#246;pft ins Bett und starb an diesem 7. Februar.&lt;br class='autobr' /&gt;
Es l&#228;&#223;t sich denken, wie in der Literatur die letzten Stunden des Sir Francis Drake gew&#246;hnlich beschrieben werden! Das mu&#223; ich nicht ausf&#252;hren. F&#252;r die &#220;berlebenden konnte es nur darum gehen, da&#223; die Flotte endlich sicher nach Hause geleitet werde. Dazu wurden Thomas Baskerville zum Befehlshaber und Thomas Drake zu seinem Stellvertreter ernannt. Die Engl&#228;nder mu&#223;ten wissen, da&#223; ihnen spanische Kriegsschiffe auf den Fersen waren. Also wollten sie dieser Gefahr ausweichen, indem sie wieder die S&#252;dk&#252;ste der Karibik ansteuerten.&lt;br class='autobr' /&gt;
Allerdings hatten die Spanier gar nicht so taktisch gedacht, den Engl&#228;ndern den &#252;blichen R&#252;ckweg durch die Stra&#223;en von Yucat&#225;n und Florida abzuschneiden. Ihre modernen, Apostel genannten Galeonen hatten zun&#228;chst Cartagena angesteuert, wo sie reorganisiert wurden. So fuhren die Engl&#228;nder geradewegs auf sie zu. Zwar drehten sie wegen widrigen Wetters rechtzeitig nach Norden ab, wurden aber von den Spaniern gesichtet und nun direkt verfolgt. An der Isla de Pinos im S&#252;den Kubas trafen die beiden Flotten aufeinander. Je nach Standpunkt verteidigten sich die Engl&#228;nder bravour&#246;s oder wurden sie von den Spaniern schmachvoll aus der Karibik vertrieben. Die englischen Schiffe, die bis dahin noch zusammengehalten hatten, trennten sich sp&#228;testens auf dem Atlantik. Mitte Mai trafen dann die letzten in englischen H&#228;fen ein. In welchem Zustand solche Schiffe heimkehrten, findet sich ja in Hasebecks Bericht beschrieben.&lt;br class='autobr' /&gt;
Und eigentlich wird darin auch schon die Frage beantwortet, wie es all den Namenlosen erging, die Drakes Todesfahrt &#252;berlebten. Zu jener Zeit waren alle sozusagen offiziellen Piratenunternehmungen privat finanziert. Sie mu&#223;ten Gewinn abwerfen. Und blieb der einmal aus, wie in dem hier vorliegenden Fall, so scheint nichts so typisch gewesen zu sein, insbesondere f&#252;r englische Verh&#228;ltnisse, als da&#223; die leer ausgingen, die ihre Forderungen nicht durchsetzen konnten. Viele Seeleute konnten sowieso nicht von den Strapazen genesen und siechten ihr weiteres Leben dahin. Die Finanziers hingegen, zu denen oft genug die K&#246;nigin z&#228;hlte, versuchte man so gut es ging zu entsch&#228;digen. Sogar nach der Abwehr der spanischen Armada wurde den Seeleuten die Heuer verweigert. Und im Jahr darauf, 1589, entlohnte man den erfolglosen - und f&#252;r Tausende von M&#228;nnern t&#246;dlichen - Einsatz gegen die iberischen H&#228;fen mit ganzen f&#252;nf Schillingen pro Person. Da nutzte es auch nichts, da&#223; sich einige Hundert Soldaten auf den Weg nach London machten, bewaffnet. Sie wurden von der B&#252;rgerwehr gestellt. Ihre Anf&#252;hrer kn&#252;pfte man auf.&lt;br class='autobr' /&gt;
Und wie mag Gasparans Tagebuch die Zeiten &#252;berdauert haben? Zu all denen, die auf dieser Fahrt den Tod fanden, z&#228;hlte auch Drakes wichtigster Navigator, Abraham Kendall. Nun ist &#252;berliefert, da&#223; zu dessen Habseligkeiten ein Handbuch der Navigation geh&#246;rte, eine Abschrift der bis dahin noch unver&#246;ffentlichten Certaine Errors in Navigation des Edward Wright, die dem Earl of Cumberland &#252;bergeben wurde. (Siehe David W. Waters: Elizabethan Navigation, S. 31, in der von Norman J. W. Thrower herausgegebenen Essay-Sammlung Sir Francis Drake and the Famous Voyage, 1577-1580; Berkeley, Los Angeles, London 1984.) Abraham Kendalls Hinterlassenschaft hatte also ihren Weg zur&#252;ck nach England gefunden. So kann diese Tatsache als Indiz daf&#252;r genommen werden, da&#223; auch Hasebecks Tagebuch in Kendalls Besitz gewesen sein mu&#223;. Weiter kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist das Tagebuch ebenfalls dem Earl of Cumberland ausgeh&#228;ndigt worden und sp&#228;ter in irgendeiner privaten Kiste verschwunden oder in einem Archiv gelandet oder in den Besitz eines Handschriftenh&#228;ndlers gelangt. Jedenfalls h&#228;tte dann der Besitzer, schon dieser Earl vielleicht, nichts damit anfangen k&#246;nnen. Es mu&#223; ja auf Niederdeutsch verfa&#223;t gewesen sein. Und wenn dann alle Spekulation nicht mehr weiterhilft, bleibt wenigstens noch die Phantasie, etwa dahin: In den zwanziger Jahren h&#228;tte in England ein junger deutscher Student von einer adeligen Dame ein unansehnliches Heft in die Hand gedr&#252;ckt bekommen, verbunden mit den Worten: Schauen Sie sich das einmal an, mein Herr! Ist das nicht in Ihrer Sprache verfa&#223;t? Sofort w&#228;re Peter Miller Feuer und Flamme gewesen, und die Dame h&#228;tte ihm das Heft wenn nicht &#252;berlassen, dann zur Verf&#252;gung gestellt.&lt;br class='autobr' /&gt;
An &#034;Technischem&#034; zur Art der Herausgabe habe ich nur soviel zu erl&#228;utern: Die mir vorliegende Fassung des Tagebuchs habe ich unver&#228;ndert gelassen, auch wo in dem Text gewisse Ortsbezeichnungen erscheinen, die heute anders lauten m&#252;&#223;ten wie etwa Guadeloupe statt Guadalupe. Nur bei den Datumsangaben habe ich die Namen der entsprechenden Wochentage und in Klammern die Daten unseres heutigen, gregorianischen Kalenders nachgetragen. Dar&#252;ber hinaus habe ich eine Liste der wichtigsten Personen und deren jeweiliger Funktion angef&#252;gt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Um einen einzigen, schwerwiegenden &#034;Kommentar&#034;, wenn man so will, kam ich allerdings nicht herum. Ein Buch braucht ja einen Titel. Nun hat der in Zeiten, wo sich alles rechnen mu&#223;, klingend zu sein. Deswegen konnte Heinrich Hasebecks Tagebuch nicht so hei&#223;en, wie es allein angemessen gewesen w&#228;re: &#034;Das Tagebuch des Heinrich Hasebeck.&#034; Weil aber Hasebeck als Autor sowieso herausgestellt ist, habe ich mich entschlossen, einmal einen der ewigen Verlierer aufs Titelblatt zu setzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Pioniere des Himmels</title>
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		<dc:creator>Andreas Venzke</dc:creator>



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&lt;p&gt;Verlag Artemis &amp; Winkler, D&#252;sseldorf 2002 &lt;br class='autobr' /&gt;
Ein Buch nicht nur &#252;ber die Br&#252;der Wright, sondern auch &#252;ber den unglaublichen Vorgang, wie die Menschen es schafften, sich den Luftraum zu erobern - und zwar so, dass sie sich darin sicher bewegen konnten. Da kam Otto Lilienthal am weitesten, aber die entscheidenden Erkenntnisse machten erst zwei Fahrradmechaniker aus den USA. Der WDR hat so dar&#252;ber berichtet: &lt;br class='autobr' /&gt;
Besprechungen &lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Andreas Venzke reduziert, etwas kurz gegriffen, ihre Motivation (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://andreas-venzke.de/bucher/bucher-fur-erwachsene/" rel="directory"&gt;B&#252;cher f&#252;r Erwachsene&lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src='https://andreas-venzke.de/sites/venzke/local/cache-vignettes/L102xH150/arton36-49efe.jpg?1678947063' class='spip_logo spip_logo_right' width='102' height='150' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Verlag Artemis &amp; Winkler, D&#252;sseldorf 2002&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Buch nicht nur &#252;ber die Br&#252;der Wright, sondern auch &#252;ber den unglaublichen Vorgang, wie die Menschen es schafften, sich den Luftraum zu erobern - und zwar so, dass sie sich darin sicher bewegen konnten. Da kam Otto Lilienthal am weitesten, aber die entscheidenden Erkenntnisse machten erst zwei Fahrradmechaniker aus den USA.&lt;br class='autobr' /&gt;
Der WDR hat so dar&#252;ber berichtet:&lt;/p&gt;
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&lt;figcaption class='spip_doc_legende'&gt; &lt;div class='spip_doc_titre crayon document-titre-42 '&gt;&lt;strong&gt;WDR-Zeitzeichen-Wright
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt; &lt;/figcaption&gt;&lt;div class=&#034;base64javascript66605294269d49c65e43968.62333610&#034; title=&#034;PHNjcmlwdD4gdmFyIG1lanNwYXRoPSdwbHVnaW5zLWRpc3QvbWVkaWFzL2xpYi9tZWpzL21lZGlhZWxlbWVudC1hbmQtcGxheWVyLm1pbi5qcz8xNjc4ODk1MzM0JyxtZWpzY3NzPSdwbHVnaW5zLWRpc3QvbWVkaWFzL2xpYi9tZWpzL21lZGlhZWxlbWVudHBsYXllci5taW4uY3NzPzE2Nzg4OTUzMzMnOwp2YXIgbWVqc2xvYWRlcjsKKGZ1bmN0aW9uKCl7dmFyIGE9bWVqc2xvYWRlcjsidW5kZWZpbmVkIj09dHlwZW9mIGEmJihtZWpzbG9hZGVyPWE9e2dzOm51bGwscGx1Zzp7fSxjc3M6e30saW5pdDpudWxsLGM6MCxjc3Nsb2FkOm51bGx9KTthLmluaXR8fChhLmNzc2xvYWQ9ZnVuY3Rpb24oYyl7aWYoInVuZGVmaW5lZCI9PXR5cGVvZiBhLmNzc1tjXSl7YS5jc3NbY109ITA7dmFyIGI9ZG9jdW1lbnQuY3JlYXRlRWxlbWVudCgibGluayIpO2IuaHJlZj1jO2IucmVsPSJzdHlsZXNoZWV0IjtiLnR5cGU9InRleHQvY3NzIjtkb2N1bWVudC5nZXRFbGVtZW50c0J5VGFnTmFtZSgiaGVhZCIpWzBdLmFwcGVuZENoaWxkKGIpfX0sYS5pbml0PWZ1bmN0aW9uKCl7ITA9PT1hLmdzJiZmdW5jdGlvbihjKXtqUXVlcnkoImF1ZGlvLm1lanMsdmlkZW8ubWVqcyIpLm5vdCgiLmRvbmUsLm1lanNfX3BsYXllciIpLmVhY2goZnVuY3Rpb24oKXtmdW5jdGlvbiBiKCl7dmFyIGU9ITAsaDtmb3IoaCBpbiBkLmNzcylhLmNzc2xvYWQoZC5jc3NbaF0pO2Zvcih2YXIgZiBpbiBkLnBsdWdpbnMpInVuZGVmaW5lZCI9PQp0eXBlb2YgYS5wbHVnW2ZdPyhlPSExLGEucGx1Z1tmXT0hMSxqUXVlcnkuZ2V0U2NyaXB0KGQucGx1Z2luc1tmXSxmdW5jdGlvbigpe2EucGx1Z1tmXT0hMDtiKCl9KSk6MD09YS5wbHVnW2ZdJiYoZT0hMSk7ZSYmalF1ZXJ5KCIjIitjKS5tZWRpYWVsZW1lbnRwbGF5ZXIoalF1ZXJ5LmV4dGVuZChkLm9wdGlvbnMse3N1Y2Nlc3M6ZnVuY3Rpb24oYSxjKXtmdW5jdGlvbiBiKCl7dmFyIGI9alF1ZXJ5KGEpLmNsb3Nlc3QoIi5tZWpzX19pbm5lciIpO2EucGF1c2VkPyhiLmFkZENsYXNzKCJwYXVzaW5nIiksc2V0VGltZW91dChmdW5jdGlvbigpe2IuZmlsdGVyKCIucGF1c2luZyIpLnJlbW92ZUNsYXNzKCJwbGF5aW5nIikucmVtb3ZlQ2xhc3MoInBhdXNpbmciKS5hZGRDbGFzcygicGF1c2VkIil9LDEwMCkpOmIucmVtb3ZlQ2xhc3MoInBhdXNlZCIpLnJlbW92ZUNsYXNzKCJwYXVzaW5nIikuYWRkQ2xhc3MoInBsYXlpbmciKX1iKCk7YS5hZGRFdmVudExpc3RlbmVyKCJwbGF5IixiLCExKTsKYS5hZGRFdmVudExpc3RlbmVyKCJwbGF5aW5nIixiLCExKTthLmFkZEV2ZW50TGlzdGVuZXIoInBhdXNlIixiLCExKTthLmFkZEV2ZW50TGlzdGVuZXIoInBhdXNlZCIsYiwhMSk7Zy5hdHRyKCJhdXRvcGxheSIpJiZhLnBsYXkoKX19KSl9dmFyIGc9alF1ZXJ5KHRoaXMpLmFkZENsYXNzKCJkb25lIiksYzsoYz1nLmF0dHIoImlkIikpfHwoYz0ibWVqcy0iK2cuYXR0cigiZGF0YS1pZCIpKyItIithLmMrKyxnLmF0dHIoImlkIixjKSk7dmFyIGQ9e29wdGlvbnM6e30scGx1Z2luczp7fSxjc3M6W119LGUsaDtmb3IoZSBpbiBkKWlmKGg9Zy5hdHRyKCJkYXRhLW1lanMiK2UpKWRbZV09alF1ZXJ5LnBhcnNlSlNPTihoKTtiKCl9KX0oalF1ZXJ5KX0pO2EuZ3N8fCgidW5kZWZpbmVkIiE9PXR5cGVvZiBtZWpzY3NzJiZhLmNzc2xvYWQobWVqc2NzcyksYS5ncz1qUXVlcnkuZ2V0U2NyaXB0KG1lanNwYXRoLGZ1bmN0aW9uKCl7YS5ncz0hMDthLmluaXQoKTtqUXVlcnkoYS5pbml0KTtvbkFqYXhMb2FkKGEuaW5pdCl9KSl9KSgpOzwvc2NyaXB0Pg==&#034;&gt;&lt;/div&gt; &lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Besprechungen&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzke reduziert, etwas kurz gegriffen, ihre Motivation auf ein pietistisches Arbeitsethos &#224; la Max Weber und aufs &#246;konomische Kalk&#252;l. Die M&#246;glichkeit 'to make a fortune' mag mitgeschwungen haben in ihren Flugexperimenten, die Wrights waren schlie&#223;lich Kaufleute und wirtschaftliches Denken Teil ihrer asketischen Lebenseinstellung. [...]Venzke versteht es, die enormen technischen Schwierigkeiten, die die Wright-Br&#252;der bei der Konstruktion ihres Flugger&#228;tes zu bew&#228;ltigen hatten, auch f&#252;r Laien verst&#228;ndlich zu erl&#228;utern. [...] Leider ger&#228;t der Autor zuweilen ins Moralisieren. Die Br&#252;der Wright waren trotz ihrer asketischen Gl&#228;ubigkeit keine Pazifisten. Nat&#252;rlich wurden Flugzeuge seit dem Ersten Weltkrieg auch zu todbringenden, bombenbeladenen Waffen, die unschuldige Zivilisten t&#246;ten und St&#228;dte, ja ganze Regionen verw&#252;sten. Nat&#252;rlich hat die Mobilit&#228;t auch ihre Schreckensseiten, Technik eine Zwiegesichtigkeit. Dies ist bekannt und es ist ein anderes Thema - f&#252;r ein anderes Buch.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Monika Thees&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Berliner Literaturkritik&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Ein Sachbuch, das sich spannend wie ein Roman liest und das einerseits eine Biografie der Gebr&#252;der Wright, andererseits, durch viele historische Aufnahmen illustriert, eine Dokumentation der Anf&#228;nge des Fliegens ist.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Josef Schnurrer&lt;br class='autobr' /&gt;
Borrom&#228;usverein Bonn&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Kenntnisreich und spannend erz&#228;hlt der Autor die aufreibende Geschichte der Wrights und ihrer bahnbrechenden Erfindungen, schildert die dramatischen Wettk&#228;mpfe zwischen den Flugpionieren in Europa und den Vereinigten Staaten und reflektiert kritisch die Folgen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;KVS-Mitteilungen, Kassen&#228;rztliche Vereinigung Sachsen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Besonders lesenswert [...]&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;S&#252;ddeutsche Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;[...] erz&#228;hlt Andreas Venzke eine spannende und lebendig gestaltete Biografie der beiden T&#252;ftler.&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;historyNET&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;So &#252;berraschend das klingt: die vorliegende Monographie f&#252;llt eine L&#252;cke. Literatur, die sich intensiv und ausschlie&#223;lich mit den &#8222;Pionieren des Himmels, den Br&#252;dern Wright besch&#228;ftigt, ist d&#252;nn ges&#228;t. [...] eine kenntnis- und faktenreiche Biografie [...] der Schwerpunkt liegt auf dem sachkundig und durchaus spannend gestalteten Text.&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Edgar Schichtl&lt;br class='autobr' /&gt;
ekz-Informationsdienst&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Venzke betrachtet die Bebr&#252;der Wight kritisch, vor allem ihr milit&#228;risches Engagement: Sie h&#228;tten den Traum vom Fliegen verraten.&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;VDI nachrichten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die Gebr&#252;der Wright erscheinen in Venzkes Buch nicht als strahlende Helden der L&#252;fte, sondern als zwei k&#252;hle bis unterk&#252;hlte Gesch&#228;ftsm&#228;nner [...] Venzke tr&#228;gt eine Vielzahl technischer Details sorgf&#228;ltig und auch f&#252;r den Laien verst&#228;ndlich zusammen. Man versteht, warum die Wrights zwischen 1899 und 1903 im Alleingang meisterten, was weniger analytische K&#246;pfe in 100 Jahren nicht erfunden h&#228;tten. [...] So erz&#228;hlt das Buch anregend die Entwicklung des Motorflugs bis zum milit&#228;rischen S&#252;ndenfall im Ersten Weltkrieg.&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Thomas Neubacher-Riens&lt;br class='autobr' /&gt;
Frankfurter Neue Presse&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Leseprobe&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;1. Der Beginn: Ballone und Flugmaschinen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Traum vom Fliegen &#8212; ein Ausdruck, der heute, nach einem Jahrhundert Flugerfahrung, zur Phrase geworden ist. &#034;Wie rasch hat das Fliegen, dieser uralte, kostbare Traum, jeden Reiz, jeden Sinn, seine Seele verloren. So erf&#252;llen sich die Tr&#228;ume, einer nach dem andern, zu Tode. Kannst du einen neuen Traum haben?&#034;, fragte noch 1973 Elias Canetti. Der Traum vom Fliegen ist zur Banalit&#228;t verkommen, einerseits.&lt;br class='autobr' /&gt;
Mallorca wird in jedem Jahr von &#252;ber sieben Millionen Touristen besucht, von denen fast alle mit dem Flugzeug anreisen. F&#252;r sie ist der Traum j&#228;hrlich aufs Neue f&#252;r ein paar Hundert Euro inklusive plastikverschwei&#223;tem Flie&#223;bandessen zu haben. Vom Traum bleiben einige S&#228;tze dar&#252;ber, wie man beim Start in die Sitze gedr&#252;ckt werde. So wird heute geflogen, also mitgeflogen! Und bezeichnenderweise wird bei der Landung noch immer geklatscht, als h&#228;tte der Pilot ein Bravourst&#252;ck vollbracht und nicht die exakten Vorgaben einer computergesteuerten Flugleitzentrale befolgt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Andererseits fliegen weiterhin diejenigen, die aus der Luft mittlerweile &#034;humanit&#228;re Kriegsf&#252;hrung&#034; betreiben &#8212; der Albtraum vom Fliegen. Ist es da nicht bezeichnend, wie schon die Br&#252;der Wright ihre Erfindung, als sie 1905 ausgereift war, anpriesen: &#034;Wir haben die letzten Jahre vollst&#228;ndig damit verbracht, unsern Flieger zu vollenden, und wir haben wenig dar&#252;ber nachgedacht, was wir damit machen w&#252;rden, wenn er fertig w&#228;re. Aber unsere jetzige Absicht ist, ihn zuerst den Regierungen zu Kriegszwecken anzubieten.&#034; Die Wrights h&#228;tten sich wohl nie tr&#228;umen lassen, wie dann ihre Erfindung, ihre Patente darauf, von der Entwicklung &#252;berrollt werden sollte. Welche Erfindung lie&#223;e sich anf&#252;hren, die schneller perfektioniert worden w&#228;re und die das Weltgeschehen in den letzten einhundert Jahren st&#228;rker ver&#228;ndert h&#228;tte, als die des Flugzeugs?&lt;br class='autobr' /&gt;
Und doch lebt der Traum vom Fliegen fort, und zwar ganz im Sinn eines sozialdemokratisch gesinnten Ingenieurs aus der Provinz, n&#228;mlich Otto Lilienthals; der konnte ihn immer nur kurz Wirklichkeit werden lassen und schw&#228;rmte doch immer wieder davon. Er schrieb etwa von der &#034;besonnenen Ruhe, w&#228;hrend das unbegreiflich sch&#246;ne und sanfte Dahingleiten &#252;ber die weit ausgedehnten sonnigen Bergh&#228;nge den Eifer bei jedem Sprunge von Neuem anfacht&#034;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Um in diesen Genuss zu kommen braucht man seit Ende der 1980er Jahre nur noch einen besonders gef&#252;llten Rucksack. So weit ist der Gleitschirm entwickelt worden, dass dieses Flugger&#228;t heute mit einem Gewicht von h&#246;chstens 20 Kilogramm auskommt, inklusive Rettungsschirm. Und tats&#228;chlich l&#228;sst sich damit, Thermik vorausgesetzt, stundenlang fliegen. Da ist er also verwirklicht, der Traum vom Fliegen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Doch wer wird heute Gleitschirmflieger? Wer sucht diesen Genuss? In Deutschland sind &#252;ber 3.000.000 Motorr&#228;der zugelassen und es sind darunter wahrlich 'Geschosse auf R&#228;dern'. Dagegen sind nicht mehr als 22.000 Pilotenscheine f&#252;r Gleitschirmflieger ausgestellt. Fragt man, warum nur so wenige diese Gelegenheit nutzen, geht die Antwort meist dahin, dass einem eine solche Technik nicht geheuer erscheine, dass es wenig Vertrauen erweckend aussehe, sich ein paar Schn&#252;ren und einem St&#252;ck Stoff zu &#252;berlassen und so weiter. So antworten auch die Motorradfahrer, die sich in der Kurve darauf verlassen, dass die Fahrbahn frei von Dreck, Laub und &#214;l ist. Jedes Jahr verungl&#252;cken in Deutschland fast 1.000 Motorradfahrer t&#246;dlich, in Relation nicht weniger als beim Gleitschirmfliegen, wo inzwischen jedes Jahr etwa 10 Personen einen Absturz mit dem Leben bezahlen, mit weiter sinkender Tendenz.&lt;br class='autobr' /&gt;
Der Traum vom Fliegen? Hundert Jahre nach den Br&#252;dern Wright kann ihn fast jeder Wirklichkeit werden lassen. Doch gilt noch immer das Motto: Bleib am Boden! War also der Traum vom Fliegen je einer?&lt;br class='autobr' /&gt;
Ergriffen davon waren diejenigen, die das Wagnis eines Flugversuchs eingingen. Schon Ikarus, als er pl&#246;tzlich &#034;beginnt, sich des k&#252;hnes Fluges zu freuen&#034;, verlor sich entgegen der Warnung des Vaters &#034;im Drang, sich zum Himmel zu heben&#034;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Und auch die ersten Berichte derjenigen Menschen, die tats&#228;chlich flogen, k&#252;nden von himmlischen Gef&#252;hlen, wobei es durchaus ein eigenes Thema ist, was man &#252;berhaupt unter 'Fliegen' zu verstehen habe.&lt;br class='autobr' /&gt;
[...]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
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		<title>Der &#8222;Entdecker Amerikas&#8220;</title>
		<link>https://andreas-venzke.de/bucher/bucher-fur-erwachsene/article/der-entdecker-amerikas</link>
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		<dc:date>2014-02-01T16:10:50Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Andreas Venzke</dc:creator>



		<description>
&lt;p&gt;Das Buch erschien 1991 im Z&#252;richer Benziger-Verlag. &lt;br class='autobr' /&gt;
Kolumbus hat mich sozusagen zum Autor gemacht. Weil ich, als junger Mann pendelnd zwischen universit&#228;rer und nokturner Arbeit, das Bordbuch des Kolumbus in einer neuen Fassung ins Deutsche &#252;bersetzte, begann ich mich f&#252;r den &#034;Entdecker Amerikas&#034; zu interessieren. Denn das von ihm &#252;berlieferte Bild, Genie, Wagemutiger, Verkannter, gewesen zu sein, kam mir von Anfang an verlogen vor. So wollte ich ein wenig zur Aufkl&#228;rung beitragen. So (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://andreas-venzke.de/bucher/bucher-fur-erwachsene/" rel="directory"&gt;B&#252;cher f&#252;r Erwachsene&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://andreas-venzke.de/sites/venzke/local/cache-vignettes/L96xH150/arton3-a05e5.jpg?1678995821' class='spip_logo spip_logo_right' width='96' height='150' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Das Buch erschien 1991 im Z&#252;richer Benziger-Verlag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kolumbus hat mich sozusagen zum Autor gemacht. Weil ich, als junger Mann pendelnd zwischen universit&#228;rer und nokturner Arbeit, das &lt;a href='https://andreas-venzke.de/offentliches/dies-und-das/article/die-entdeckung-amerikas' class=&#034;spip_in&#034;&gt;Bordbuch des Kolumbus&lt;/a&gt; in einer neuen Fassung ins Deutsche &#252;bersetzte, begann ich mich f&#252;r den &#034;Entdecker Amerikas&#034; zu interessieren. Denn das von ihm &#252;berlieferte Bild, Genie, Wagemutiger, Verkannter, gewesen zu sein, kam mir von Anfang an verlogen vor. So wollte ich ein wenig zur Aufkl&#228;rung beitragen. So wurde ich etwas wie ein &#034;Kolumbus-Experte&#034;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Das Buch kam sp&#228;ter noch als Taschenbuch im Piper-Verlag heraus. Aber wirklich interessiert hat das Thema in Deutschland eigentlich nie.&lt;/p&gt;
&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Besprechungen&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;
&lt;p&gt;&#034;Endlich ist Kolumbus einmal ein Mensch 'mit Unterleib', d. h.: er taucht nicht pl&#246;tzlich aus dem Nirgendwo auf. Venzke rekonstruiert die Vorgeschichte, die Herkunft sehr &#252;berzeugend. Und mit den vier Atlantik-&#220;berquerungen und dem Klagelied &#252;ber die Undankbarkeit der Welt ist das Portr&#228;t auch nicht zu Ende. Auch die Schattenseiten des skrupellosen Eroberers und Unterdr&#252;ckers werden gezeigt.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Nordelbische Kirchenzeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... stramm antikolonialistische Besserwisserei ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;... wohlfeile Ideologiekritik a posteriori ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Badische Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Keine Frage: Venzke ist ein kritischer Bewunderer, der uns in fl&#252;ssiger Sprache zeigt, wie aus einem Wollweber ein Admiral und Vizek&#246;nig geworden ist.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Salzburger Nachrichten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Der Freiburger Journalist und Schriftsteller kratzt in seiner Biographie am gl&#228;nzenden Lack des Amerika-Entdeckers.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Venzke zeigt Mut zu unkonventionellen Sichtweisen, er versteckt sich selten hinter 'Wenn' und 'Aber', hinter 'Einerseits' und 'Andererseits'.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Westfalen-Blatt&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzke sucht den 'Entdecker Amerikas' aus seiner Zeit heraus zu verstehen. Der Autor weist nach, dass Kolumbus bei seiner Atlantik&#252;berquerung von l&#228;ngst &#252;berholten Vorstellungen &#252;ber die Gr&#246;sse und Ausdehnung der Erde ausging und bis zuletzt &#252;berzeugt war, Asien erreicht zu haben. Die 'Westfahrt' entsprang nicht einem k&#252;hnen Geniestreich, sondern dem Handfesten Kalk&#252;l des einstigen Wollwebers aus Genua, auf einen Schlag Herrscher &#252;ber die vermeintlich reichsten Gebiete der Erde zu werden. Dieser Herrschaftsanspruch war es denn auch, woran Kolumbus scheitern mu&#223;te. Auf der verzweifelten Suche nach Gold verfing er sich in der Rolle eines skrupellosen Conquistadors und Sklavenh&#228;ndlers.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Rheintalische Volkszeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... gut fundierte Ver&#246;ffentlichung ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Die Zeit&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Facettenreich pr&#228;sentiert sich das Portr&#228;t des 'Entdeckers Amerikas' durch Andreas Venzke. In einem 300-Seiten-Buch entwirft er eine Skizze, die auch dem komplizierten Innenbild des wagemutigen Seefahrers gerecht zu werden versucht.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Die Welt&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Kritisch und befreit von Legenden und Anekdoten besch&#228;ftigt sich der in Freiburg lebende Schriftsteller Andreas Venzke in seinem Buch Der 'Entdecker Amerikas' mit der widerspruchsvollen Gestalt von Kolumbus.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Braunschweiger Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Venzke geht den Weg der kritischen Kolumbus-Betrachtung und macht den Leser auf bisher vernachl&#228;ssigte Seiten der Amerika-Entdeckung aufmerksam. Andererseits vermeidet er auch die totale Verdammung des Entdeckers, er erspart damit sich und uns l&#228;stiges Moralisieren. Venzke hat damit eine interessante und auch originelle Kolumbus-Biographie vorgelegt, die sich angenehm vom Einheitsbrei vieler derzeit auf den Markt geworfenen Fast-Food-Biographien abhebt.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Radio Freiburg&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Herausgekommen ist dabei eine abwechlungsreiche und vielseitige Biographie, die vor allem versucht, dem Menschen Columbus und seiner eigenen Lebenstrag&#246;die gerecht zu werden.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Norddeutscher Rundfunk&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... kritisch und befreit von Legenden und Anekdoten ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Braunschweiger Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Ein aktuelles Buch zum Jubil&#228;umsjahr 1992, in dem man sich der 'Entdeckung Amerikas' vor 500 Jahren erinnern wird. Jahrhundertelang hat man dieses Ereignis, die daraus resultierenden Folgen und Entwicklungen und damit auch die Zentralfigur Kolumbus nur glorifizierend einseitig aus dem Blickwinkel der Eroberer gesehen. Diese einseitige Betrachtungsweise wurde nun von einer kritischeren Sicht der Ereignisse abgel&#246;st. Auf dieser Linie liegt die vorliegende Biographie, die ein vielfach noch unbekanntes Bild des Kolumbus zeichnet, unter Weglassung aller legendenhaften Vernebelungen und Klischees.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Kirche bunt&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... nimmt Legenden und Anekdoten in den Wahrheitstest ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Das Magazin (Die Lust zu lesen)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Unter den zahlreichen B&#252;chern, die aus Anla&#223; des 500. Geburtstages der Entdeckung Amerikas erschienen sind, ragt diese Biographie des Christoph Kolumbus und seines Aufstiegs vom Wollweber zum Admiral und Vizek&#246;nig heraus.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;W&#252;rzburger Katholisches Sonntagsblatt&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzke gibt einen guten, knappen &#220;berblick; sein Blick ist distanziert und sprachlich schl&#228;gt er keine R&#228;der. Zudem versucht er, Ordnung in das Wirrwarr vieler widerspr&#252;chlicher Thesen in Sachen Kolumbus zu bringen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Neue Westf&#228;lische&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Die F&#252;lle von Details &#252;ber das Leben des Kolumbus, von denen viele als neue Erkenntnisse anzusehen sind, machen das Buch zu einer spannenden Lekt&#252;re, die mitunter Romancharakter annimmt.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Deutsch-Brasilianische Hefte (Bonn)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Interessantes Karten- und Bildmaterial vervollst&#228;ndigen das bemerkenswerte Buch, das im ausgehenden Jubil&#228;umsjahr zur Pflichtlekt&#252;re geh&#246;ren sollte.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Klagenfurter Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Es ist das unbestreitbare Verdienst der vorliegenden Biographie, bis uns Detail exakt und dennoch spannend geschrieben, das Leben und Schaffen des Entdeckers auszubreiten.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;... nicht nur lesenswert, sonder h&#246;chst aktuell ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Sendbote&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... mu&#223; das Buch f&#252;r einschl&#228;gig interessierte j&#252;ngere und &#228;ltere Leser gleicherweise empfohlen werden.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;B&#252;cherschau (Wien)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... sehr lebendig geschriebene Studie.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Lehren und Lernen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Das Buch ist fesselnd geschrieben. Es werden verschiedene Sichtweisen aufgezeigt, so da&#223; eine m&#246;glichst objektive und vielseitige Vorstellung gelingt.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;F&#252;r alle interessierten Leser geeignet und in allen B&#252;chereien, auch als Standardtitel, einzusetzen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;das neue buch/buchprofile f&#252;r die katholische B&#252;chereiarbeit&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Auf den Prolog folgen 27 &#252;bersichtliche, treffend beschriebene Kapitel, die Kolumbus' Aufstieg und Scheitern, seine Intensionen und Intrigen, seinen Charakter und seine Pers&#246;nlichkeit dem Leser nicht zuletzt mit Hilfe spannungsf&#246;rdernder Formulierungen und Stilmittel offenlegen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Damit abstrahiert Venzke Kolumbus zum Exempel, holt ihn in unsere Zeit hin&#252;ber - und bringt ihn heutigen menschlichen Mechanismen und Methoden ganz nahe.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Lebendiges Zeugnis&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... &#252;beraus spannend geschriebene Biographie ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Main-Echo&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... hochinteressante Darstellung ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Westf&#228;lische Nachrichten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Ein wertvolles Buch, das zum Jubil&#228;um viele geschichtliche Zusammenh&#228;nge zeigt, aber den Leser auch zum Nachdenken &#252;ber diese Zeitepoche und deren Folgen anregt.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Kantonale Kommission f&#252;r Schul- und Gemeindebibliotheken, Luzern&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... sorgf&#228;ltig recherchiert ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Deutsche Tagespost&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... qualitativ hochwertig ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Main-Post&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... r&#228;umt Venzke unter Anekdoten, Urteilen, Attributen auf ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Darmst&#228;dter Echo&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... dieser sehr lebendig geschriebenen Studie.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Lehren und Lernen, Stuttgart&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... lesenswert scharfe Kritik ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;DAAD-Letter, Hochschule und Ausland&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Diesem verkl&#228;rten Bild r&#252;ckt Andreas Venzke in seiner biographischen Darstellung mit Skepsis zu Leibe.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Stuttgarter Nachrichten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzke hat eine aufkl&#228;rende entmystifizierende Biographie im besten Sinne vorgelegt.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Dritte-Welt Materialien 92 &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Leseprobe&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Prolog &lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&#034;12. Oktober 1492&#034; - dieses Datum sollte die Geschichte eines ganzen Kontinents auf den Kopf stellen. Mit gebl&#228;hten Segeln n&#228;herten sich drei spanische Schiffe den Bahamas, einer Inselgruppe im Nordosten der Karibik. Die gespannte Erwartung der Besatzungen, endlich Land zu sichten, lie&#223; alle Sicherheitsma&#223;nahmen hintanstehen, und so hatte man sich selbst in der Nacht auf ein Wettrennen eingelassen. Christoph Kolumbus hatte als F&#252;hrer der kleinen Flotte die Mannschaften angespornt, Tag und Nacht Ausschau zu halten. Zehntausend Maravedis sollte derjenige als Leibrente erhalten, der als erster Land sichtete. Das Abfeuern einer Kanone galt als das vereinbarte Zeichen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Karavelle &#034;Pinta&#034; segelte von allen drei Schiffen am schnellsten, und sie war schon in den Tagen zuvor stets vorausgeeilt. Am 12. Oktober 1492, um zwei Uhr nachts, war es soweit. In der Ferne konnte Rodrigo de Triana, ein einfacher Seemann, im fahlen Mondschein Land ausmachen, und von der &#034;Pinta&#034; wurde der vereinbarte Kanonenschu&#223; abgegeben. Bald hatten auch die beiden anderen Schiffe, die &#034;Santa Maria&#034; und die &#034;Ni&#241;a&#034;, aufgeschlossen, und an Bord herrschte unglaublicher Jubel. Der &#034;Admiral des Ozeanischen Meeres&#034;, wie er sich mit der Entdeckung der Indischen Lande nennen durfte, gab Befehl, die Segel zu streichen und bis zum Morgen beizudrehen. Ersch&#246;pft lie&#223;en sich die M&#228;nner auf den Planken der Schiffe nieder. Sie versuchten, ein wenig zu schlafen, jedoch war jeder einzelne innerlich fieberhaft erregt. &#220;ber drei&#223;ig Tage lang hatten sie nichts als die unendliche Weite des offenen Meeres erblickt, und jeden Tag hatten sie darum gefleht, endlich wieder festen Boden unter den F&#252;&#223;en zu haben. Unruhig w&#228;lzten sich die M&#228;nner hin und her, den Kopf voller Gedanken an jene fabelhaften Goldl&#228;nder, &#252;ber die ihnen so viel erz&#228;hlt worden war.&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Im Morgengrauen sahen wir nackte Leute, und ich begab mich bewaffnet in einem Boot des Schiffes an Land&#034;, schrieb Kolumbus in sein Bordbuch. Noch ehe die Spanier die fremde Welt wirklich betraten, war sie von ihnen in Besitz genommen worden. Diese bemerkenswerte Tatsache sagt bereits viel aus &#252;ber den Charakter jener Zeit, die inzwischen f&#252;nf Jahrhunderte zur&#252;ckliegt. In einer Szene, die dem heutigen Menschen wahrhaft grotesk anmuten m&#252;&#223;te, wurden offizielle Banner und Flaggen entfaltet. Anschlie&#223;end erkl&#228;rte der in vollem Ornat gekleidete Admiral unter dem Eid des Schrift- und des Rechnungsf&#252;hrer der Flotte sowie der versammelten Mannschaft, da&#223; das entdeckte Land offiziell als spanischer Grund und Boden zu gelten habe. Mit gr&#246;&#223;ter Sorgfalt wurde die Zeremonie durchgef&#252;hrt, unter den Augen der wie vom Schlag ger&#252;hrten Indianer, die von all dem nichts begriffen. Zur Inbesitznahme eines fremden Gebietes geh&#246;rt, da&#223; man ihm das eigene gesellschaftliche und kulturelle System &#252;berst&#252;lpt. Daher kam bis heute der Namensgebung stets entscheidende Bedeutung zu, durch die man ein Land seiner gewachsenen Identit&#228;t zu berauben sucht. Kolumbus nannte das entdeckte Land &#034;San Salvador&#034;, in der Sprache der angestammten Indianer hie&#223; es &#034;Guanahan&#237;&#034;.&lt;br class='autobr' /&gt;
Staunend musterten sich an jenem 12. Oktober 1492 die Angeh&#246;rigen zweier v&#246;llig unterschiedlicher Kulturen. Den Spaniern traten Menschen im Naturzustand entgegen, &#034;die alle so nackt waren, wie ihre M&#252;tter sie geboren hatten&#034;; den Indianern wiederum standen pl&#246;tzlich wei&#223;e M&#228;nner gegen&#252;ber, die auf riesigen schwimmenden H&#228;usern zu ihnen gekommen waren. &#034;Ich denke, sie bedeuteten uns durch ihre Zeichen, als ob wir vom Himmel k&#228;men&#034;, vermerkte Kolumbus in seinem Bordbuch. Als genauer Beobachter hinterlie&#223; er eine Beschreibung der Eingeborenen als sehr anmutige Menschen, von sch&#246;ner Gestalt und mit sehr feinen Gesichtsz&#252;gen; ferner seien sie gro&#223;e Menschen, ohne Ausnahme h&#228;tten sie gerade Beine und niemand habe einen Wanst. Weiter hob Kolumbus hervor, da&#223; sie freundliche und wohlgesinnte Menschen seien.&lt;br class='autobr' /&gt;
Auf Guanahan&#237; alias San Salvador fand demnach am 12. Oktober 1492 auf vorbildliche Weise das friedvolle und harmonische Aufeinandertreffen zweier Zivilisationen statt, die sich auf einer g&#228;nzlich verschiedenen Entwicklungsstufe befanden. Die erste Amerikafahrt des Kolumbus gestaltete sich im weiteren Verlauf zu der friedlichen Fahrt dreier spanischer Schiffe durch ein Paradiesland. So zumindest m&#246;chte jeder oberfl&#228;chliche Betrachter meinen. Doch an jenem Tag t&#246;nte am Horizont f&#252;r die bis dahin nahezu unbehelligt lebenden Indianer das Grummeln eines fernes Donners. Denn Kolumbus betrachtete schon die Bewohner jener kleinen Bahamasinsel aus einem bestimmten Kalk&#252;l heraus, wie er dies in den S&#228;tzen formulierte: &#034;Ich m&#246;chte, da&#223; die Eingeborenen ein freundliches Verh&#228;ltnis zu uns bekommen, da es sich um einen Stamm handelt, der eher durch Liebe als durch Gewalt zu unserem heiligen Glauben errettet und bekehrt werden kann.&#034; Doch damit nicht genug, denn weiter hei&#223;t es: &#034;Sie d&#252;rften wohl gute und geschickte Diener sein, da sie alles, was wir ihnen vorsprechen, sehr schnell wiederholen.&#034; Symptomatische S&#228;tze, die am ersten Tag der &#034;Entdeckung Amerikas&#034; niedergeschrieben wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Jahre sp&#228;ter regierte Kolumbus als Vizek&#246;nig &#034;die Indien&#034;, &#034;las Indias&#034;, wie die Spanier noch bis ins 19. Jahrhundert hinein den amerikanischen Kontinent bezeichneten. Zudem herrschte er als Statthalter auf Hispaniola, der nach Kuba zweitgr&#246;&#223;ten Karibikinsel, die von den Spaniern zuerst &#034;kolonisiert&#034; werden sollte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nur zwei Jahre nach der zuf&#228;lligen Entdeckung Amerikas f&#252;hrte Kolumbus auch bereits Krieg gegen die Indianer, wobei es ihm nicht etwa darum ging, Siedlungsland der Spanier gegen w&#252;tende Angriffe der eingeborenen Bev&#246;lkerung zu sch&#252;tzen, sondern als Statthalter war ihm darum zu tun, die Indianer seinem Willen zu unterwerfen und sie zu Untertanen des spanischen K&#246;nigshauses zu machen. Gold mu&#223;te gefunden werden, und im Gegensatz zu den Berichten Marco Polos fand sich dies nur sp&#228;rlich in den bis dahin entdeckten Gebieten. Die Indianer auf Hispaniola wurden daher mit dem Ziel unterworfen, ihre Arbeitskraft zur Goldgewinnung zu gebrauchen, und dabei kam es Kolumbus zu, ein perfides System zu deren Knechtung einzuf&#252;hren.&lt;br class='autobr' /&gt;
Die gesamte angestammte Bev&#246;lkerung sollte in nahezu perfekter Weise versklavt werden. Das dazu gew&#228;hlte Verfahren beschrieb sp&#228;ter lakonisch der Sohn des Kolumbus, Fernando: &#034;Der Admiral unterwarf sie zu solchem Gehorsam, da&#223; alle versprachen, den Katholischen K&#246;nigen alle drei Monate Tribut zu entrichten. Von den Einwohnern Cibaos, wo sich die Goldminen befanden, sollte jede Person &#252;ber vierzehn Jahre ein gro&#223;es Gef&#228;&#223; voll Goldstaub entrichten, und alle anderen Leute je f&#252;nfundzwanzig Pfund Baumwolle. Um zu wissen, wer diesen Tribut zu zahlen hatte, wurde angeordnet, eine M&#252;nze aus Kupfer oder Messing herzustellen, die &#252;berallhin gesandt wurde und die jeder um den Hals tragen mu&#223;te, so da&#223; man sah, da&#223; einer, der diese M&#252;nze nicht trug, seinen Tribut nicht entrichtet hatte und man ihn bestrafen konnte.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
In der Praxis bedeutete diese Anordnung, da&#223; sich jeder Indianer h&#228;rtester Arbeitsfron zu unterziehen hatte. &#034;Ein gro&#223;es Gef&#228;&#223; voll Goldstaub&#034; konnte nur erarbeiten, wer in m&#252;hsamer Plackerei das Gold aus dem Sand der Fl&#252;sse wusch oder in Bergsch&#228;chten aus dem Fels schlug. Gaben sich die Indianer auch nur dem Versuch hin, das Quantum zu erf&#252;llen, l&#246;sten sie sich damit aus allen bew&#228;hrten gesellschaftlichen und sozialen Strukturen. Stammes- und Familienbanden wurden gesprengt, Ansiedlungen verfielen, und der Ackerbau lag brach.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wer sich auf den Sklavendienst einlie&#223;, konnte auf lange Sicht die geforderten Abgabemengen auch beim besten Willen nicht erf&#252;llen. Also waren die Indianer vor die Entscheidung gestellt, sich innerhalb k&#252;rzester Zeit zu Tode zu schinden, sich in abgelegene und unfruchtbare Gebiete zur&#252;ckzuziehen oder gar gegen die einstmals verehrten wei&#223;en G&#246;tter mit Waffengewalt vorzugehen; die &#034;Gewalt&#034; der indianischen Waffen ging allerdings bestenfalls von Pfeil und Bogen aus und kam gegen&#252;ber den ger&#252;steten Spaniern nahezu einer Rauferei von Kindern gleich. Sicher verf&#252;gten auch die Indianer in Form von vergifteten Pfeilen &#252;ber effiziente Mittel, um einen Widersacher auszuschalten. Sie waren jedoch mit einem Gegner konfrontiert, der in einer weit &#252;berlegenen &#034;Kriegsf&#252;hrung&#034; geschult war und der sie nie anders als zu unterwerfende Wilde betrachtete.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wie hatte es so weit kommen k&#246;nnen, da&#223; der glorreiche &#034;Entdecker Amerikas&#034; zu solch drakonischen Mitteln griff, nur drei Jahre nach seiner Landung auf Guanahan&#237;? Hatte Kolumbus zu jener Zeit in seinem Bordbuch nicht noch S&#228;tze verzeichnet wie, &#034;Die Indianer sind sanftm&#252;tig und wissen nicht um das B&#246;se. Sie t&#246;ten niemanden und nehmen niemanden als Gefangenen&#034;? Es l&#228;&#223;t sich auf viele solcher Feststellungen verweisen, die auf eine gutm&#252;tige und aufrichtige Wesensart des Admirals schlie&#223;en lassen. Hatte er nicht auch schon in den ersten Tagen die Aussage getroffen, da&#223; &#034;sie derart &#228;ngstlich sind, da&#223; sie zu Hunderten vor einem von uns Rei&#223;aus nehmen, auch wenn wir uns nur einen Spa&#223; erlauben&#034;? Weiterlesend st&#246;&#223;t man allerdings stets von neuem auf S&#228;tze wie: &#034;Sehr schnell lernen sie jedes ihnen vorgesprochene Gebet, und sie machen das Kreuz. Daher m&#252;ssen sich Eure Hoheiten entschlie&#223;en, sie zu Christen zu machen.&#034; Und gleich anschlie&#223;end an diesen Hinweis an das in Spanien herrschende K&#246;nigspaar lautet dann etwa der n&#228;chste Satz: &#034;Zweifellos gibt es immense Mengen Goldes in diesem Land.&#034; Insbesondere das Wort &#034;Gold&#034; zieht sich wie ein roter Faden durch die Aufzeichnungen des Kolumbus.&lt;br class='autobr' /&gt;
Damit sind bereits zwei der entscheidenden Charakteristika benannt, die untrennbar zur Person des Christoph Kolumbus und seiner Zeit geh&#246;ren. Ganz allgemein lassen sie sich den Begriffen &#034;Gott&#034; und &#034;Gold&#034; unterordnen. Deutlicher wird nun schon erkennbar, welch f&#252;r die Indianer vernichtender Sturm sich von Anfang an am Horizont abzeichnete.&lt;br class='autobr' /&gt;
Kolumbus war nicht nur der &#034;Entdecker Amerikas&#034;, sondern er war auch derjenige, der als erster Europ&#228;er die Herrschaft &#252;ber die Neue Welt antrat, und dabei war er nicht zuletzt derjenige, der den Weg vorgab, den Amerika in seiner weiteren Geschichte beschreiten sollte. Da&#223; er in seinem Leben schlie&#223;lich scheitern mu&#223;te, h&#228;ngt in h&#246;chstem Ma&#223;e mit der Zeit zusammen, die einen Menschen wie Kolumbus hervorbrachte; und wiederum dr&#252;ckte sich in seiner widerspruchsvollen Pers&#246;nlichkeit exemplarisch das Wesen eben seines Zeitalters aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch immer f&#228;llt es nicht leicht, die Person des Kolumbus in unvoreingenommener Weise zu betrachten. Nachdem er lange Zeit geschm&#228;ht worden war und sein Name nahezu in Vergessenheit geriet, holte ihn das 19. Jahrhundert aus dem Dunkel der Geschichte hervor und projizierte auf ihn das Bild, das die Kolonialm&#228;chte von sich selbst entwarfen. Als Identifikationsfigur f&#252;r die europ&#228;ische Inbesitznahme Amerikas wurde der Genuese als Genie und Heros herausgestellt, versehen mit den entsprechenden Attributen. Da&#223; er schlie&#223;lich sogar vom Papst selig gesprochen werden sollte, besagt nicht nur etwas &#252;ber seine Vereinnahmung durch die christliche Kirche, es zeugt vielmehr von der Leuchtkraft des Ruhms, welcher zeitweise von seiner Person ausging.&lt;br class='autobr' /&gt;
In sp&#228;terer Zeit wurde seine Pers&#246;nlichkeit kritischer betrachtet, und das Licht um seine Heldengestalt verdunkelte, als auch in verst&#228;rktem Ma&#223;e auf die Schattenseiten im Leben des Admirals verwiesen wurde. Das &#034;Zeitalter der Entdeckungen&#034; wurde nicht mehr nur unter dem Aspekt betrachtet, da&#223; wilden Eingeborenenst&#228;mmen die Gnade der Zivilisation zuteil wurde. Vor dem Hintergrund der Auspl&#252;nderung Amerikas und der gnadenlosen Unterwerfung seiner urspr&#252;nglichen Bev&#246;lkerung schien Kolumbus die charakterliche Skrupellosigkeit jener Zeit stellvertretend widerzuspiegeln, und am Ende wurde er vereinzelt gar als goldgieriger Scharlatan dargestellt, dem alle Mittel recht gewesen seien, sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Andere wiederum sahen ihn in der verh&#228;ngnisvollen Rolle des Ritters von der traurigen Gestalt, als Don Quichotte des Meeres.&lt;br class='autobr' /&gt;
Im allgemeinen besteht die Neigung, stets alles auf das Wesentliche zu reduzieren, so da&#223; das Leben ber&#252;hmter Pers&#246;nlichkeiten meist auf einige Erz&#228;hlungen, Anekdoten oder bestenfalls Attribute beschr&#228;nkt bleibt. Wird Hannibal mit dem &#034;Zug &#252;ber die Alpen&#034;, Gandhi mit dem &#034;Passiven Widerstand&#034;, Dante mit der &#034;G&#246;ttlichen Kom&#246;die&#034; gleichgesetzt, so Kolumbus mit der &#034;Entdeckung Amerikas&#034;. Meist f&#228;llt es nicht leicht, Vorstellungen zu erweitern oder gar zu korrigieren, die durch solche Reduktionen bestimmt sind. Dies trifft etwa in typischer Weise auf das &#034;Ei des Kolumbus&#034; zu. Diese sprichw&#246;rtlich gewordene Anekdote ist ein treffendes Beispiel daf&#252;r, wie sich bestimmte &#220;berlieferungen z&#228;h behaupten, zeichnet sie doch durch ihren knappen und treffenden Witz ein &#252;beraus einpr&#228;gsames Bild des &#034;Amerika-Entdeckers&#034;. Trotzdem ist sie in keiner Weise f&#252;r Kolumbus verb&#252;rgt; sie stellt nur das bekannteste &#220;berbleibsel um die einst glorreiche Verehrung seiner Person dar.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nach seiner erfolgreichen &#034;Westindien&#034;-Fahrt wurde er in einer adeligen Tischgesellschaft darauf angesprochen, da&#223; die &#220;berquerung des Atlantiks auf jeden Fall von einer anderen Pers&#246;nlichkeit in Angriff genommen worden w&#228;re, wenn er selbst sein Unternehmen nicht ausgef&#252;hrt h&#228;tte. Kolumbus nahm daraufhin ein Ei, ohne auf den Einwand einzugehen, und forderte die Granden der Reihe nach auf, es ohne irgendwelche Hilfsmittel auf die Spitze zu stellen. Als dies niemandem gelingen wollte, nahm er das Ei selbst wieder in die Hand und schlug es mit der Spitze leicht auf den Tisch auf, so da&#223; es stand. Sogleich begriff die Tischgesellschaft, was gemeint war, da&#223; jeder n&#228;mlich immer erst im nachhinein wei&#223;, wie eine Tat zu vollbringen ist.&lt;br class='autobr' /&gt;
Tats&#228;chlich zeugt, nach den Worten des amerikanischen Schriftstellers Washington Irving, die weltweite Verbreitung dieser Anekdote f&#252;r ihre Treffsicherheit. Sie scheint insbesondere f&#252;r die Charakterisierung des &#034;Amerika-Entdeckers&#034; so passend zu sein, da&#223; sie unausl&#246;schbar mit seinem Namen verbunden blieb. Urspr&#252;nglich jedoch war sie von dem italienischen K&#252;nstler Vasari, der auch mit Worten geschickt umzugehen wu&#223;te, auf seinen Landsmann Brunelleschi gem&#252;nzt worden. Dieser hervorragende Baumeister soll durch die L&#246;sung des &#034;Ei-Problems&#034; den Auftrag zu seinem k&#252;hnen Bau der Kuppel des Doms &#034;Santa Maria&#034; del Fiore erhalten haben, was die Anekdote &#252;beraus stimmig machte, da ja die Domkuppel in Florenz augenscheinlich an die Form eines Eies erinnert, das an der Spitze aufgesto&#223;en ist. In einem Werk des Historikers Benzoni findet sich dann das Geschichtlein auf Kolumbus &#252;bertragen, wobei der Autor immerhin zugibt, nur vom H&#246;rensagen &#252;ber den Vorfall erfahren zu haben.&lt;br class='autobr' /&gt;
Da das &#034;Ei des Kolumbus&#034; sp&#228;ter sprichw&#246;rtlich geworden ist, dient die ber&#252;hmte Anekdote an dieser Stelle dazu, zurechtzur&#252;cken und zu relativieren; zumal durch sie unterschwellig auch Entscheidendes zum Wesen des Kolumbus ausdr&#252;ckt wird, was mit Eigenschaften wie &#034;schlagfertig&#034;, &#034;witzig&#034;, &#034;verschmitzt&#034; zu beschreiben w&#228;re, Attribute, die sich allerdings erst in zweiter Linie auf seinen Charakter beziehen lie&#223;en, wenn &#252;berhaupt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Johannes Gutenberg</title>
		<link>https://andreas-venzke.de/bucher/bucher-fur-erwachsene/article/johannes-gutenberg</link>
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		<dc:date>2014-02-01T15:11:52Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Andreas Venzke</dc:creator>



		<description>
&lt;p&gt;Das Buch erschien 1993 im Z&#252;richer Benziger-Verlag. &lt;br class='autobr' /&gt;
Schon wegen seiner &#228;u&#223;eren Form war es etwas besonderes. Es bekam den Sonderpreis des Antiquariats Uhl in Freiburg. &lt;br class='autobr' /&gt;
Wie mit Kolumbus ging es mir mit demjenigen, den fast alle Deutschen kennen, wenn auch nur dem Namen nach: Was gab es f&#252;r ein verlogenes Bild &#252;ber den &#034;Erfinder des Buchdrucks&#034;! Da habe ich mir als hitzk&#246;pfiger junger Mann, der ich bestimmt war (oder sein wollte), tats&#228;chlich ein paar Sporen verdient: Ich habe gegen das (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://andreas-venzke.de/bucher/bucher-fur-erwachsene/" rel="directory"&gt;B&#252;cher f&#252;r Erwachsene&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://andreas-venzke.de/sites/venzke/local/cache-vignettes/L103xH150/arton2-a45ea.jpg?1678995821' class='spip_logo spip_logo_right' width='103' height='150' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Das Buch erschien 1993 im Z&#252;richer Benziger-Verlag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon wegen seiner &#228;u&#223;eren Form war es etwas besonderes. Es bekam den &lt;strong&gt;Sonderpreis des Antiquariats Uhl in Freiburg&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie mit Kolumbus ging es mir mit demjenigen, den fast alle Deutschen kennen, wenn auch nur dem Namen nach: Was gab es f&#252;r ein verlogenes Bild &#252;ber den &#034;Erfinder des Buchdrucks&#034;! Da habe ich mir als hitzk&#246;pfiger junger Mann, der ich bestimmt war (oder sein wollte), tats&#228;chlich ein paar Sporen verdient: Ich habe gegen das bestehende, wissenschaftlich fundierte Bild &#252;ber Gutenberg nicht nur angeschrieben - ich habe es vom Kopf auf die F&#252;&#223;e gestellt. Und wie haben die gutenbergschen Gralsh&#252;ter gegen mich gewettert!&lt;br class='autobr' /&gt;
Aber seitdem kann niemand mehr behaupten, Gutenberg w&#228;re der von einem b&#246;sen Gesch&#228;ftsmann um die Fr&#252;chte seines Ruhms gebrachte geniale Erfinder gewesen. Gutenberg selbst war ein ausgebuffter Gesch&#228;ftsmann, und warum auch nicht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Buch ist leider vergriffen, sowohl in seiner bibliophilen Form als auch als Taschenbuch.&lt;/p&gt;
&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Besprechungen&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;&lt;blockquote class=&#034;spip&#034;&gt;
&lt;p&gt;&#034;Das Buch liest sich wie ein Kriminalroman ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Der Bund&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class=&#034;spip&#034;&gt;
&lt;p&gt;&#034;Wenn Venzke die in seinem Literaturverzeichnis angegebene Literatur richtig gelesen h&#228;tte, w&#252;rde er sich nicht als schnodderiger Gutachter und Richter &#252;ber Personen &#228;u&#223;ern, die sich gr&#252;ndlicher mit den Problemen um Gutenberg befa&#223;t haben. Er hat nicht nur Format und Gliederung, sondern auch wesentliche Gedanken des Buches von Albert Kapr &#252;bernommen, ohne die Quelle zu nennen. Andererseits behandelt er dessen als Hypothesen bezeichnete Hinweise auf gr&#246;&#223;ere Zusammenh&#228;nge so, als ob Kapr sie als Tatsachen dargestellt h&#228;tte. Nicht eben von gutem Benehmen zeugt es auch, wenn er sich &#252;ber verdiente Wissenschaftler, wie Wehmer, Zedler, Geldner, Ruppel oder Presser, die gelegentlich eine sp&#228;ter korrigierte Auffassung vortrugen, lustig macht, indem er sie wiederholt mit ihren Titeln (als Oberbibliotheksrat o. &#228;.) bezeichnet. Aber diese flotten Jugends&#252;nden w&#252;rde ich ihm gerne auf einem Abla&#223;brief der Eselsbr&#252;der in der Catholicon-Type erlassen, wenn ich einen zur Hand h&#228;tte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Doch Venzkes neuartige Gutenberg-Bewertung ist leichtfertig und falsch. ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Venzke will einen der gr&#246;&#223;ten Deutschen von seinem Denkmal herunterholen. Er degradiert ihn zum verschlagenen Gesch&#228;ftsmann und beschreibt dessen Motivation nach seinen eigenen Wertvorstellungen. Schnell vergessen sollte man auch eine neue Bezeichnung, die er f&#252;r Gutenbergs Erfindung erfunden hat, das Unwort 'Mobilletterndruck'&lt;br class='autobr' /&gt;
Er w&#228;re unseri&#246;s, zu verschweigen, da&#223; der Rezensent voreingenommen ist, denn er bem&#252;ht sich, Gutenbergs Leistung in gr&#246;&#223;eren historischen Zusammenh&#228;ngen zu sehen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Albert Kapr&lt;br class='autobr' /&gt;
Marginalien (Zeitschrift f&#252;r Buchkunst und Bibliographie)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&#034;Geradezu revolution&#228;r sind Andreas Venzkes Ausf&#252;hrungen zum Charakter und zur Individualit&#228;t Johannes Gutenbergs ... Damit zeichnet Andreas Venzke das Portr&#228;t eines Mannes, der nicht 'tugendhaft', sondern 'hitzk&#246;pfig, l&#228;rmend und rabiat' auftrat.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Venzkes gr&#252;ndliche Untersuchungen tragen dazu bei, F&#228;lschungen der Nachfahren und Verehrer Gutenbergs aufzuhellen. Klischees, die sich w&#228;hrend Jahrhunderten festsetzten, werden von ihm auf unkonventionelle Art hinweggewischt. Der Meister des Buchdrucks steht somit pl&#246;tzlich im Licht der Wirklichkeit, und das tut seiner geradezu spannenden Entwicklungsgeschichte keinen Abbruch.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Ulf Heise&lt;br class='autobr' /&gt;
Freie Presse, Leipzig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Wie es sich f&#252;r ein Buch &#252;ber den Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern geh&#246;rt, findet sich am Schlu&#223; ein Hinweis in lateinischer Sprache auf den besonders sch&#246;nen Satz und Druck dieses Werkes. Tats&#228;chlich liegt ein graphisch repr&#228;sentativer Band vor uns. Viel wichtiger ist aber, da&#223; es sich hierbei um ein beispielhaftes Sachbuch handelt: fundiert im Inhalt, spannend geschrieben, gut illustriert und gr&#252;ndlich belegt. Der Autor w&#252;rdigt die Leistung Gutenbergs, will aber sein Bild von dem staubigen Mythos der Jahrhunderte befreien. Er stellt ihn als gewieften Gesch&#228;ftsmann dar, der &#252;ber die Devotionalienstanzerei zum Druck mit Mobillettern kommt, dabei im Umgang mit Gesch&#228;ftspartners nicht zimperlich ist und mehr Erfinder und Organisator als K&#252;nstler ist. Das Buch ist nicht nur Biographie, sonder auch ein Abri&#223; der Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Stra&#223;burg und Mainz, beispielhaft f&#252;r ganz Deutschland, sowie ein Kapitel Wissenschafts- und &#220;berlieferungsgeschichte zur Erforschung und Darstellung Gutenbergs in den letzten f&#252;nf Jahrhunderten.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Jakob Ebner&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Zeit im Buch, Wien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... eine moderne, kritische Biographie &#252;ber Johannes Gutenberg ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;... revidiert und erg&#228;nzt das herk&#246;mmliche Bild ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Druck Industrie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzkes Biographie 'Johannes Gutenberg' ist nicht nur dem genialen Erfinder des Buchdrucks gewidmet, sondern ist selbst ein Meisterwerk moderner Druckkunst. Geschickt wird Gutenbergs Lebensgeschichte mit einer (reich illustrierten) Darstellung der Fr&#252;hzeit des Buchdrucks verbunden.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Hanns Schaub&lt;br class='autobr' /&gt;
Br&#252;ckenbauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... sozialhistorisch gut fundierte Gutenberg-Biographie von Andreas Venzke &#252;berrascht mit einigen neuen Facetten ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Neue Z&#252;richer Zeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... eine Biographie, die den Urahn aller Buchdrucker in einem v&#246;llig neuen Licht erscheinen l&#228;&#223;t.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Dem vielfach idealisierten Bild des geistig inspirierten Meisters, dem es um das hochgesteckt Hehre gegangen und dem das profan Pekuni&#228;re nur Mittel zum Zweck gewesen sei, stellt Venzke den Buchdrucker als Inbegriff von dynamischem Zupacken und Tatendrang entgegen und zeigt Gutenberg im geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Umfeld seiner Zeit.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Fr&#228;nkische Nachrichten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... ist es ein Zeugnis bienengleicher Flei&#223;arbeit. Alle Forschungsbereiche, Biographie, Satz- und Drucktechnik, Inkunabeln werden aufgegriffen. Das hat f&#252;r den Leser den Vorteil, da&#223; er ein h&#246;chst anregendes, weil vielseitig orientiertes und - fast - vollst&#228;ndiges Kompendium der bisherigen Forschungsgeschichte &#252;ber Gutenberg und seine Zeit vor sich hat.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Allgemeine Zeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... vermeidet er den beliebten Glanz um Gutenberg und stellt sauber durchdachte Vermutungen nach den vorliegenden Dokumenten an.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Print &amp; Produktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Eine interessante, kritische Biographie f&#252;r Leser, nicht ganz ohne Voraussetzungen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Einkaufszentrale f&#252;r &#246;ffentliche Bibliotheken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... Andreas Venzke hat sich ... nicht nur mit dem Leben Gutenbergs auseinandergesetzt, sondern bis ins feinste Detail auch mit den Spezifika der Druckkunst Gutenbergs.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Ein hochinteressantes Buch &#252;ber einen Mann, der ein Gewerbe entwicklen half, das die Welt geistig umformte ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Ober&#246;sterreichische Nachrichten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Heros Gutenberg wird vom Podest gesto&#223;en.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
S&#228;chsische Zeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;In 14 Kapiteln, einer Einleitung und einem Nachwort wird Gutenbergs Leben und Werk auf den Hintergrund seiner Zeit projiziert. Im Ergebnis gewinnen Person und Leistung des Erfinders an Anschaulichkeit und Pr&#228;zision.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Auch f&#252;r Nicht-Vorgebildete empfehlenswert.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Heinz Fuchs&lt;br class='autobr' /&gt;
Der evangelische Buchberater&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Der Autor, &#220;bersetzer, Redakteur und Schriftsteller in Freiburg i. Br. versteht es, das traditionelle Gutenberg-Bild zu korrigieren. Freilich stellt er den Erfinder der Buchdruckerkunst als genialen Praktiker dar, verweist allerdings auch auf den Horizont des fr&#252;hneuzeitlichen Zeitgeistes, beschreibt genau den Lebensweg Gutenbergs und belegt seine Ausf&#252;hrungen mit Zitaten aus den noch vorhandenen Urkunden in der urspr&#252;nglichen fr&#252;hneuhochdeutschen Sprache. So ergibt sich ein authentisches Verst&#228;ndnis des Mannes, dem wir vor allem die nach ihm benannte 'Gutenberg-Bibel' verdanken. Eine bemerkenswerte Studie, die zudem in au&#223;erordentlich sch&#246;nem Druck erschienen ist.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Erbe und Auftrag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Der Autor l&#228;sst hinter dem Glanz um seine [Gutenbergs] Person das getreue Bild um seinen Lebensweg, seine Taten und seinen Charakter deutlich werden.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Grafisches Gewerbe&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;... unterhaltsam geschriebene, auf kritischem Quellenstudium und noch kritischerer Auseinandersetzung mit dem &#034;Gutenberg-Mythus&#034; beruhende Biographie ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Internationale Zeitschriftenschau f&#252;r Bibelwissenschaft und Grenzgebiete&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Die gleichzeitige Darstellung des geistigen, geschichtlichen und wirtschaftlichen Geschehens der Zeit r&#228;umt mit mancher Legende und liebgewordenen Ansichten auf. Die Bedeutung Gutenbergs wird an keiner Stelle in Frage gestellt. ... Hier stimmt alles: Papier, Satz, Druck, Abbildungen, Schriftproben und Einband. Die Ausstattung des Bandes ist dem Inhalt und dem Gegenstand angemessen.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Eberhard Thieme&lt;br class='autobr' /&gt;
Buchh&#228;ndler heute&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Andreas Venzke r&#228;umt aber nicht nur mit der Legende des verarmten und betrogenen Gutenberg auf, sondern auch mit der Behauptung, Gutenberg sei ein modern denkender Mensch gewesen, der sich der Aufkl&#228;rung verpflichtet f&#252;hlte.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Gerwig Epkes&lt;br class='autobr' /&gt;
Saarl&#228;ndischer Rundfunk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Der junge Andreas Venzke hat den Versuch unternommen, in seiner Biographie des Johannes Gutenberg zu unterscheiden, was zum Mythos und was zur Wirklichkeit dieses Erfinders geh&#246;rt, der im 15. Jahrhundert mit dem Buchdruck das geistige Abendland revolutionierte. Er tut dies auf eindrucksvolle Weise, kenntnisreich in der gesamten Sekund&#228;rliteratur, die sich bisher mit Gutenberg befa&#223;t hat. Hier weist er auf Ungereimtheiten, M&#228;ngel und grobe Entstellungen hin ...&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Venzke verliert sich nicht im wissenschaftlichen Disputieren. Es geht ihm um die Person Gutenbergs, genauer: um sein Charakterbild, seine Lebensstationen. Da&#223; ihm in dieser Hinsicht neue, &#252;berraschende Sichtweisen gelingen, macht das Buch so empfehlenswert, abgesehen von der Pr&#228;zision im Detail.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;... verliert Venzkes Darstellung nie an Spannung, selbst bei den komplizierten Details des Letterndrucks.&#034;&lt;br class='autobr' /&gt;
Alfred Paffenholz&lt;br class='autobr' /&gt;
Radio Bremen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class='cs_blocs'&gt;&lt;h4 class='blocs_titre blocs_replie blocs_click'&gt;&lt;a href='javascript:;'&gt;Leseprobe&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div class='blocs_destination blocs_invisible blocs_slide'&gt;
&lt;p&gt;Leseprobe&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='javascript:;' class='replier_bloc'&gt;[Einklappen]&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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